Frankreich: Abgeordnete wollen Rechtstrahmen für Anbieter von "digitalen Vermögenswerten"

Die französische Regierung plant Berichten zufolge, einen Rechtsrahmen für alle Anbieter von "digitalen Vermögenswerten" zu schaffen, wie die lokale Nachrichtenagentur LesEcho.fr am 21. September berichtete.   

Drei Mitglieder der Partei von Präsident Emmanuel Macron, La République En Marche (LREM), haben eine Änderung der französischen Gesetzgebung zur Regulierung aller Dienstleister in der Kryptoindustrie vorgeschlagen, so Quellen gegenüber LesEcho.fr. Die Nationalversammlung soll die Änderung bis Ende September diskutieren.  

Der von den Abgeordneten Valeria Faure-Muntian, Christine Hennion und Eric Bothorel eingereichte Änderungsantrag will den bestehenden Rechtsrahmen erweitern, damit alle Kryptomarktteilnehmer die Genehmigung der wichtigsten französischen Börsenaufsicht, der Autorité des Marchés Financiers (AMF), erhalten können. LesEcho.fr schreibt, dass die Einholung der Genehmigung optional wäre. Außerdem:

"Jedem Akteur steht es frei, eine zu beantragen. Aber es ist klar, dass der Erhalt dieser Lizenz eine Garantie für Glaubwürdigkeit und Seriosität sein wird."

Bereits im Juli veröffentlichte Jean-Pierre Landau, ein Regierungsbeamter und Akademiker, einen Bericht, in dem es heißt, dass Kryptowährungen nicht überreguliert werden sollten, wie Cointelegraph berichtete.

Anfang des Monats erhielt die französische Börsenaufsicht Autorité des marchés financiers (AMF) die rechtliche Befugnis, Lizenzen für Initial Coin Offering (ICO)-Unternehmen zu vergeben, um "Investoren aus der ganzen Welt anzuziehen", so der französische Finanzminister Bruno Le Maire.