Börse Stuttgart führt Krypto-Handelsapp ein

Die zweitgrößte Börse Deutschlands, die Boerse Stuttgart Group, hat offiziell ihre Kryptohandels-App namens Bison gestartet, wie ein Mitarbeiter heute, am 31. Januar, auf Twitter bekanntgab.

Laut der Webseite der App wurde die Software von FinTech Sowa Labs - einer Tochtergesellschaft von Börse Stuttgart Digital Ventures - entwickelt. Das Ziel der Entwickler ist es, Investoren, die es gewohnt sind, die traditionellen Märkte zu nutzen, den Zugang zu Kryptowährungen mittels der App zu erleichtern.

Derzeit ermöglicht die App den kostenlosen Handel mit Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC) und Ripple (XRP). Eine weitere Tochtergesellschaft der Börse namens Blocknox soll laut einer heute auf Finextra veröffentlichten Pressemitteilung mittels eines Treuhandsystems als Verwahrer für die erworbenen Kryptowährungen fungieren.

Die Börse Stuttgart hat sich auch mit der SolarisBank als externen Bankpartner zusammengeschlossen, der Euro-Zahlungen abwickeln und Fiat-Depotdienste anbieten werde, so die Pressemitteilung.

In der ersten Zeit nach der Markteinführung wird Bison nur in Deutschland verfügbar sein. Der Dienst wird von 6:00 bis 24:00 Uhr deutscher Zeit zur Verfügung stehen. Der Börsenriese stellte jedoch klar, dass er plane, den Handel schließlich auf 24 Stunden am Tag auszuweiten. Bürger anderer europäischer Länder sollen bis Ende 2019 ebenfalls Zugang erhalten. Auch die Unterstützung für weitere Kryptowährungen sei geplant, so die Pressemitteilung.

Bison wurde erstmals im Mai 2018 von der Börse angekündigt.

Wie Cointelegraph berichtete, wollen Börsenbetreiber weltweit kryptobezogene Dienste auf den Markt bringen. So plant beispielsweise die Börse von Thailand die Einrichtung einer regulierten digitalen Vermögenswertbörse. Hongkong wird im ersten Quartal 2019 ebenfalls eine digitale Vermögenswertbörse einrichten. Unterstützung erhält die dortige Börse vom Technologielösungsanbieter der Londoner Börse.

Die mit Spannung erwartete digitale Vermögenswertplattform Bakkt, die vom Betreiber der New Yorker Börse entwickelt wurde, hat kürzlich eine Finanzierungsrunde in Höhe von umgerechnet rund 159,5 Mio. Euro abgeschlossen. Vor kurzem hat Bakkt auch wichtige Stellen im Unternehmen ausgeschrieben. Dabei geht es überwiegend um leitende Entwicklerpositionen.