Bitcoin ist seit mehr als einem Jahr erstmals wieder auf einen Kurswert von 7 Unzen Gold geklettert, nachdem das Edelmetall wieder in den Sinkflug gegangen ist.

Wie Daten von CoinGecko für BTC/XAU, also das Währungspaar aus Bitcoin und Gold, zeigen, konnte am 25. Oktober erstmals wieder die wichtige Marke von 7 Unzen erreicht werden. Bei Redaktionsschluss konnte sich der Bitcoin-Kurs gemessen in Gold sogar bis auf 7,02 Unzen vorschieben.

Gold verliert gegenüber BTC

Obwohl es für Bitcoin aktuell wieder leicht abwärts geht, nachdem an der 14.000-US-Dollar-Marke gekratzt werden konnte, sieht es für die marktführende Kryptowährung im Vergleich mit dem Edelmetall weiterhin gut aus, da letzteres durch die zurückkehrende Verunsicherung der Corona-Krise wieder verloren hat.

Zuletzt konnte die Schallmauer von 7 Unzen im September 2019 durchbrochen werden.

Krypto-Analyst PlanB, der für die Anwendung des populären Stock-To-Flow Prognosemodells auf Bitcoin bekannt ist, unterstreicht die Wichtigkeit dieser Entwicklung und nennt diese „signifikant“.

„Es sieht so aus, als ob Bitcoin sich dafür bereit macht, ein größeres Stück vom Kuchen der Marktkapitalisierung von Gold abzuschneiden“, wie Krypto-Experte Ecoinometrics daraufhin entgegnete. So formuliert er anschließend eine regelrechte Kampfansage der Kryptowährung:

„Momentan beläuft sich #BTC nur auf 2,4 % der Marktkapitalisierung von Gold. Das ist also erst der Anfang.“

BTC/XAU Kursdiagramm. Quelle: CoinGecko

Die Einschätzungen der beiden Experten decken sich mit der jüngsten These von Real Vision CEO Raoul Pal, der davon überzeugt ist, dass Gold immer mehr gegenüber Bitcoin verliert. So schreibt er:

„Wie erwartet, verliert Gold gegenüber Bitcoin. Als nächstes erwarte ich, dass Bitcoin auch den US-Dollar und den Aktienmarkt abhängen kann.... Warten wir es ab. #Bitcoin“

Schiff erneuert Kritik

Gold-Fürsprecher und Bitcoin-Kritiker Peter Schiff sieht den Höhenflug der Kryptowährung derweil als Anlass, erneut gegen diese auszuholen. Obwohl das bisherige Rekordhoch von 20.000 US-Dollar noch in weiter Ferne ist, bezeichnet Schiff Bitcoin erneut als „Spekulationsblase“.

„Wenn man die Größe einer Spekulationsblase mit dem Vertrauen der Anleger in ihre Investition vergleicht, dann ist #Bitcoin die größte Spekulationsblase, die ich je gesehen habe“, wie er dementsprechend auf Twitter schreibt. Und weiter:

„Bitcoin-Anleger sind überzeugter davon, dass sie richtig liegen und nicht verlieren können als die Anleger in der Dotcom-Blase oder vor der Finanzkrise.“

Die zurückkehrende Verunsicherung durch die Corona-Krise hat sich bereits auf die Finanzmärkte ausgewirkt, nur Bitcoin blieb bisher unberührt, was den Verdacht erhärtet, dass sich die Kryptowährung langsam von den traditionellen Märkten loslöst.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, ist die Korrelation zwischen BTC und dem wichtigen Aktienindex S&P 500 in dieser Woche wieder auf null gefallen.

„Es könnte nicht weniger Korrelation bestehen als momentan“, wie Morgan Creek Digital Mitgründer Anthony Pompliano zusammenfasst.

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