Kürzlich veröffentlichte Dokumente zeigen, dass eine Rede des ehemaligen Direktors der Abteilung für Unternehmensfinanzierung der US-Wertpapieraufischt SEC Bill Hinman aus dem Jahr 2018 überarbeitet wurde. Weiterhin deuten diese darauf hin, dass die Redakteure besorgt waren, seine Aussage könnte so interpretiert werden, dass Ether (ETH) kein Wertpapier ist.

Das könnte dazu führen, dass die Behörde in eine Position gezwungen wird, die sie spätere nur schwer wieder ändern könnte, wie die SEC in Kommentaren dort warnt.

"Auch mit den Vorbehalten in diesem Satz scheint es schwierig für die Agentur zu sein, in Zukunft eine andere Position zu Ether einzunehmen", heißt es in den geänderten Dokumenten. "Außerdem erweckt der Rest des Absatzes stark den Eindruck, dass dieser Gedanke auf Ether zutrifft."

Die Hinman-Dokumente sind interne SEC-Mitteilungen zu einer Rede von William Hinman aus dem Jahr 2018. In dieser sagte er, dass Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ether zwar als Wertpapiere beginnen würden, es aber möglich sei, dass sie zu einer Art Ware werden, sobald sie ausreichend dezentralisiert sind.

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, sagte am 12. Juni, die Dokumente seien die "Warterei wert".

Die Enthüllung der Dokumente erfolgt in einer äußerst turbulenten Zeit für die Krypto-Branche. Am 13. Juni wird das Bundesgericht über den Antrag der SEC verhandeln, die Vermögenswerte von Binance.US einzufrieren. Zuvor hagelte es mehrere Klagen gegen die Börse.

Die SEC hat im Dezember 2020 erstmals rechtliche Schritte gegen Ripple eingeleitet und behauptet, der Verkauf des nativen Tokens XRP (XRP) sei ein nicht registriertes Wertpapierangebot. Ripple sagt, dass es sich bei XRP um kein Wertpapier handele und argumentiert, dieser würde den Howey-Test nicht erfüllen.