Jeden Sonntag gibt Hodler's Digest einen Rückblick auf die wichtigsten Nachrichten der Woche. Die besten (und schlimmsten) Zitate, Highlights in Sachen Akzeptanz und Regulierung, führende Coins, Prognosen und mehr - eine Woche Cointelegraph auf einem Link.
Top-Themen dieser Woche
US-Wertpapier- und Börsenkommission verschiebt Bitcoin-ETF bis zum Herbst
Die US-Wertpapier- und Börsenkommission hat ihre Entscheidung über die Notierung und den Handel eines Bitcoin-Börsenhandelsfonds (ETF) bis zum 30. September aufgeschoben. Die SEC prüft derzeit eine Regeländerung, die es dem von der Investmentgesellschaft VanEck und dem Finanzdienstleistungsunternehmen SolidX betriebenen Fonds ermöglicht, an der CBOE BZX Equities Exchange gelistet zu werden.
WSJ meldet Kursmanipulation bei Krypto durch organisierte "Handelsgruppen".
Laut dem Artikel des Wall Street Journals von dieser Woche wird die Kryptowährungskursmanipulation hauptsächlich von organisierten "Handelsgruppen" durchgeführt, die "Pump and Dump"-Systeme auf Diensten wie Telegram erstellen. Laut dem Artikel können diese Gruppen entweder für einen Millionen-Gewinn sorgen oder Verluste erleiden, sobald alle aus der Gruppe einen bestimmten Vermögenswert gleichzeitig abstoßen.
US-DEA-Agentin: Verhältnis von kriminellen Aktivitäten zu rechtmäßigen BTC-Transaktionen hat sich geändert
Die Agentin Lilita Infante vom US-Drogendezernat, die Mitglied der Cyber-Ermittlungs-Task-Force ist, sagte diese Woche, dass die Zahl der unrechtmäßigen Bitcoin-Transaktionen auf lediglich zehn Prozent der Transaktionen gesunken sei. Infante fügte hinzu, dass sie wollte, dass die Leute Blockchain weiterhin benutzen, da sie dadurch leichter identifizierbar seien.
Starbucks dementiert Hype um Bitcoin-Zahlungsoption nach irreführenden Medienberichten
Die US-Kaffeekette Starbucks wird Bitcoin nicht als Zahlung für Frappuccinos oder andere Getränke akeptieren. Dies wurde öffentlich, nachdem irreführende Schlagzeilen eine Woche lang das Gegenteil andeuteten. Nach der Ankündigung des Betreibers der NYSE in der vergangenen Woche, mit Starbucks als Partner ein neues digitales Vermögenswert-Ökosystem schaffen zu wollen, gab es eine Reihe von Nachrichtenberichten, die fälschlicherweise behaupteten, dass Starbucks Krypto für Kaffee akzeptieren würde. In Wirklichkeit ist es allerdings so, dass Kunden lediglich BTC in Fiat umwandeln können, das dann bei Starbucks verwendet werden kann.
Jamie Dimon bricht Schweigen zu Krypto: Bitcoin "Betrug".
Der JPMorgan-CEO Jamie Dimon sagte diese Woche in einer Rede auf der 25. jährlichen Sommerfeier des Aspen Instituts, dass Bitcoin ein "Betrug" sei und dass er "kein Interesse" daran habe. Laut Bloomberg hat Dimon außerdem nahegelegt, dass "Regierungen dazu übergehen könnten, die Währungen zu unterbinden, da sie diese nicht kontrollieren können". Dimon hatte gegenüber Reportern im letzten Oktober gesagt, dass er nach einer Reihe von negativen Krypto-Kommentaren im Herbst nicht mehr über Bitcoin sprechen würde.
Wichtige Zitate
"Das Potential für einen börsengehandelten Fonds gibt Investoren Anlass dazu, zu sagen, dass Bitcoin die beste Wahl in einem schwierigen Markt sei" - Tom Lee, Forschungsleiter bei Fundstrat
"Das wichtigeste ist, dass man nicht vergisst, dass Bitcoin ein Geschäft in sehr frühem Stadium ist, aber über einen Echtzeit-Kurs-Feed verfügt - und das ist einzigartig. Die Leute freuen sich zu sehr über den Kurs und überreagieren," - Dan Morehead, CEO von Pantera Capital .
Gesetze und Steuern
Richter treibt Sammelklage gegen Tezos-Schöpfer voran
Ein US-Bezirksrichter hat es abgelehnt, eine Klage gegen das Ehepaar hinter dem Blockchain-Projekt Tezos abzuweisen. Dem Paar wird derzeit vorgeworfen, durch den Verkauf von nicht registrierten Wertpapieren in den USA gegen die Vorschriften der US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) verstoßen zu haben. Obwohl die Tezos-Schöpfer behaupten, ihre Finanzierungsrunde habe in der Schweiz, außerhalb der USA, stattgefunden, hat der Richter sich dagegen entschieden.
Akzeptanz
Commonwealth Bank von Australien will Anleihe auf Blockchain per Weltbankmandat ausgeben
Die größte Bank in Australien, die Commonwealth Bank of Australia (CBA), wurde von der Weltbank beauftragt, eine Anleiheemission vollständig auf einer Blockchain zu organisieren. Das Blockchain Offered New Debt Instrument (bond-i) wird auf einer Blockchain-Plattform unter der Betriebsaufsicht der Weltbank in Washington und der CBA in Sydney ausgegeben und vertrieben. Im Moment benutzen die beiden Organisationen noch eine private Ethereum-Blockchain, aber die CBA erklärte, dass sie offen für Alternativen wäre.
Studie zeigt: ICO-Markt seit letztem Jahr mehr als verdoppelt
Eine von der unabhängigen Rating-Agentur ICORating durchgeführte Studie hat ergeben, dass sich der Markt für Initial Coin Offerings innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt hat. Dem Bericht zufolge haben die ICOs im Jahr 2018 bereits über 9,4 Mrd. Euro an Investitionen aufgebracht, eine Summe, die mutmaßlich zehnmal größer ist als die Summe der Investitionen in ICOs im ersten und zweiten Quartal 2017.
Goldman Sachs will Berichten zufolge Depot für Crypto-Fonds anbieten
Quellen erklärten gegenüber Bloomberg diese Woche, dass Goldman Sachs die Absicht habe, seinen Kunden ein Depot für Kryptowährungsvermögen anzubieten. Die Bank sagt indessen, dass sie noch "unentschlossen" in Bezug auf Kryptowährungspläne sei. Ein Sprecher der Bank sagte, dass sie "verschiedene digitale Produkte" aufgrund des Kundeninteresses erforsche.
Vorsitzender des US-Repräsentantenhauses enthüllt Krypto-Bestände
Der Kongressabgeordnete Bob Goodlatte, ein Republikaner, der Virginia vertritt, gab bekannt, dass er umgerechnet zwischen 15.000 Euro und 70.000 Euro in Kryptowährung besitzt. Das ist wohl das erste Mal, dass ein Kongressmitglied seine Krypto-Bestände öffentlich macht. Laut der Erklärung hat der Kongressabgeordnete hauptsächlich in Bitcoin (BTC) investiert und einige Beteiligungen an den großen Altcoins Ethereum (ETH) und Bitcoin Cash (BCH).
Eine weitere Schweizer Bank akzeptiert Kryptowährungs-Vermögenswerte aufgrund steigender Marktnachfrage
Die Privatbank Maerki Baumann wird die zweite Schweizer Bank, die Kryptowährungs-Vermögenswerte akzeptiert. Als Grund dafür wurden die neuen Marktnachfrage und die steigende Popularität der Kryptowährungen genannt. Die Zürcher Privatbank hat beschlossen, Krypto-Vermögenswerte aus Zahlungen für erbrachte Dienstleistungen sowie aus dem Krypto-Mining zu akzeptieren, doch sie erklärte, sie sei nicht bereit, direkte Kryptowährungsinvestitionen anzubieten.
Fusionen, Übernahmen und Partnerschaften
Britische Finanzbehörde startet internationale Initiative für Fintech-Zusammenarbeit
Die britischen Finanzbehörde hat die Entwicklung einer globalen Initiative angekündigt, die sich aus 11 Finanzbehörden und verwandten Organisationen zusammensetzt. Dabei soll es eine Zusammenarbeit geben, um Fintech-Firmen dabei zu helfen, leichter mit Aufsichtsbehörden aus verschiedenen Ländern zu interagieren. Das globale Netzwerk für finanzielle Innovation Network (GFIN) berät sich unter anderem zu Themen wie dem Wachstum von Technologien, wie zum Beispiel der Distributed Ledger Technologie und der Künstlichen Intelligenz (AI), sowie der Regulierung von Wertpapieren und Initial Coin Offerings (ICO).
Maersk und IBM starten globale Blockchain-basierte Versandlösung
IBM und der dänische Transport- und Logistikriese Maersk haben ihre globale Blockchain-fähige Versandlösung, bestehend aus 94 Organisationen, auf den Markt gebracht. Die globale Lieferkettenplattform TradeLens hat bereits 154 Millionen Versandereignisse erfasst und ihr Datensatz wächst mit einer Rate von fast einer Million Versandereignissen pro Tag.
Gewinner und Verlierer
Die Kryptomärkte befinden sich diese Woche immer noch in einem Einbruch. Dabei liegt Bitcoin bei etwa 5.788 Euro und Ethereum bei etwa 284 Euro. Die Gesamtmarktkapitalisierung liegt aktuell bei etwa 189 Mrd. Euro.
Top-3-Altcoin-Gewinner der Woche: InflationCoin, Jesus Coin und Galaxy eSolutions. Top-3-Altcoin-Verlierer der Woche: Artex Coin, VeThor Coin und Network Token.
Für weitere Informationen zu Krypto-Kursen sehen Sie sich die Marktanalyse von Cointelegraph an.
FUD der Woche
Wall Street Analyst: Bitcoin bei Fall unter Jahresbeginn-Support "Game Over"
Der Leiter der technischen Forschung von Renaissance Macro Research Jeff deGraaf kam in einer neuen Analyse zu dem Schluss, dass es für Bitcoin (BTC) "Game Over" heißen könnte, wenn die Kryptowährung ihren bisherigen Support unterschreitet. In einer Mitteilung an Kunden behauptete deGraaf auch, dass die Bitcoin-Kursbewegungen darauf hindeuten, dass die größte Kryptowährung "dauerhaft beeinträchtigt" sei.
Bitcoin-Automat-Schadsoftware online zu kaufen
Der in Tokio ansässige Hersteller von Sicherheitssoftware Trend Micro hat Bitcoin-Automat-Schadsoftware gefunden, die von einem "scheinbar etablierten und respektierten" Benutzer in einem Darknet-Forum erworben werden kann. Für umgerechnet 22.000 Euro konnten Kriminelle Bitcoin-Automat-Schadsoftware zusammen mit einer einsatzbereiten Karte mit EMV- und Nahfeldkommunikation (NFC) erwerben. Die Software nutzt eine Bitcoin-Automat-Schwachstelle aus, so dass Betrüger BTC im Wert von bis zu 6.750 US-Dollar, Euro oder Pfund abheben konnten.
Forschungsergebnis: Rund 15.000 Twitter-Krypto-Scam-Bots
Eine Analyse von 88 Millionen Twitter-Accounts hat weitere Informationen über das berüchtigte Phänomen der kryptowährungsbezogenen Twitter-Accounts enthüllt, die gefälschte "Werbegeschenke" versprechen. Dabei wurde ein Netzwerk aus mindestens 15.000 Scam-Bots gefunden. Bei lediglich den 200 neuesten Tweets von jedem Konto haben Forscher ein Netz von 15.000 aktiven Bots entdeckt, die falsche Wettbewerbe verbreiten und sich als einige der bekanntesten Leute und Unternehmen der Kryptowährungsbranche ausgeben.
Chinesischer Bitcoin-Händler verklagt OKCoin wegen mutmaßlicher Ablehnung von BCH-Ausgabe
Ein chinesischer Bitcoin-Händler hat die Kryptobörse OKCoin verklagt, weil sie es ihm Berichten zufolge nicht ermöglicht hat, Bitcoin Cash abzuheben, nachdem es bei Bitcoin zum Hard-Fork kam. Eine lokale Nachrichtenagentur berichtete, dass dies der erste Rechtsstreit in China sei, bei dem der Fork von Bitcoin eine Rolle spielt. Der Klage zufolge hat der Krypto-Investor der Börse vorgeworfen, ihn daran gehindert zu haben, 38,748 BCH zu erhalten, die ihn nach dem Bitcoin-Hard-Fork vom August 2017 zustanden.
Britische Finanzregulierungsbehörde warnt vor zwei Krypto "Klon-Firmen"
Die britische Finanzbehörde (FCA) hat diese Woche Investoren vor zwei sogenannten "Klon"-Unternehmen gewarnt, d.h. Unternehmen, die geschäftliche Aktivitäten unter dem Vorwand durchführen, dass sie eine von der FCA registrierte Firma sind. Ein Klon namens Fair Oaks Crypto zielt mutmaßlich darauf ab, potenzielle Betrugsopfer zu täuschen, indem er behauptet, dass sie Fair Oaks Capital repräsentieren. Die andere Schurkenfirma namens Good Crypto machte "falsche Angaben oder vermischte diese mit einigen korrekten Angaben der registrierten Firma", die in diesem Fall Arup Corporate Finance mit Sitz in London war.
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Bloomberg führt seine Leser durch eine komplexe Geschichte über Kryptowährungsbetrug, mutmaßliche Erpressung, Entführung und mehr mit einer Reihe von Geschäftspartnern, Polizisten und sogar einem ehemaligen Politiker.
Blockchain: Gibt es die Borg tatsächlich?
Ein humorvoller Vergleich, wie die Blockchain-Technologie und die fiktive Alien-Rasse aus der ursprünglichen Star-Trek-Reihe, die Borg, sich aufgrund ihrer Bienenstock-Mentalität, ihrem Streben nach Perfektion und ihrer Fähigkeit zu stören, tatsächlich sehr ähnlich sind. Mit den Worten des Autors: "Der Slogan der Borg, 'Widerstand ist zwecklos', könnte genauso für die Blockchain gelten."
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