Hongkonger Wertpapierregulierungsbehörde: Krypto-Bereich wird "genau beobachtet"

Die Hongkonger Wertpapier- und Futures-Kommission (SFC) sagt in ihrem Jahresbericht 2017-2018, der heute, 27. Juni, veröffentlicht wurde, dass sie Krypto und Initial Coin Offerings (ICOs) "genau beobachten" werden.

Die SFC stellt fest, dass neue Technologien "mit Risiken verbunden sind", und dass sie Krypto und ICOs genau beobachten und "bei Bedarf eingreifen" werden. Im Bericht heißt es, dass die SFC in diesem Jahr regulatorische Maßnahmen gegen Kryptobörsen und ICO-Emittenten in Hongkong ergriffen hat und zwei allgemeine Warnungen an Investoren über die Risiken einer Krypto-Investition veröffentlicht hat.

Der SFC-Bericht spricht auch über die unterstützenden Maßnahmen der Behörde im Kryptobereich und hebt die Einführung der SFC-Regulierungs-Sandbox hervor, die es "qualifizierten Unternehmen ermöglicht, regulierte Aktivitäten unter Einsatz von Finanztechnologien durchzuführen". Die SFC berichtet auch, dass sie mit dem Aufklärungszentrum für Investoren zusammenarbeitet, um Aufklärungsmaterialien über Krypto sowie öffentliche Kampagnen über die "Risiken im Zusammenhang mit ICOs und Kryptowährungen" herauszugeben.

Das erste Statement und Rundschreiben der SFC zu ICOs wurde im September 2017 veröffentlicht, ein zweites im Dezember 2017 über die regulatorischen Anforderungen für Kryptowährungs-Betreiber. Die SFC gab im Februar eine weitere Erklärung ab, nachdem sie gegen Krypto-Firmen vorgegangen war.

Im März stoppte die SFC das ICO von Black Cell Technology mit der Begründung, dass es sich um ein nicht eingetragenes Wertpapier handele. Dabei musste die Firma den Anlegern Geld in ihren Token zurückzahlen.

Anfang Mai hieß es in einem Bericht der Regierung von Hongkong, dass virtuelle Währungen wie Bitcoin (BTC) weder besonders an Geldwäsche noch an Terrorismusfinanzierung beteiligt seien.