IBM bringt Sicherheits-Tool für Unternehmens-Blockchains heraus

IBM hat eine Betriebsversion seines hauseigenen Sicherheitstest-Tools für Blockchain-Lösungen auf den Markt gebracht, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 5. März bestätigte.

Die X-Force Red von IBM Security, die spezielle Sicherheits-Taskforce des Unternehmens, hat den X-Force Red Blockchain-Testdienst herausgebracht, um die verbleibenden Ineffizienzen bei Nutzung von Unternehmens-Blockchains zu beseitigen.

"IBM X-Force Red hat bemerkt, dass 70 Prozent der Lösungen, bei denen Blockchain eine Rolle spielt, auf traditionelle Technologien für Backend-Prozesse wie Authentifizierung, Datenverarbeitung und Anwendungsprogrammierschnittstellen (API) zurückgreifen", so die Pressemitteilung. Außerdem heißt es:

"Der X-Force Red Blockchain-Testdienst bewertet die gesamte Implementierung einschließlich Chain-Programmierung, Infrastruktur der öffentlichen Schlüssel und Hyperledger. X-Force Red wird auch Backend-Prozesse, Anwendungen und physische Hardware testen, die zur Zugriffskontrolle und Verwaltung von Blockchain-Netzwerken verwendet werden."

Trotz der jüngsten Kritik aus der Blockchain-Branche haben Unternehmens-Blockchains in den letzten Jahren ein bedeutendes Wachstum verzeichnet. Dabei erklärte IBM, dass die Industrie bis 2021 fast 8,9 Mrd. Euro wert sein könnte.

Damit die Technologie akzeptiert wird, muss die Sicherheit jedoch hieb- und stichfest sein.

"Während Blockchain ein Durchbruch für den Schutz der Integrität von Daten ist, bedeutet das nicht, dass die Lösungen, von denen sie genutzt wird, immun gegen Angreifer sind. Deshalb sind Sicherheitstests während der Entwicklung und nach der Implementierung unerlässlich", fügte Charles Henderson, der globale Leiter von IBM X-Force Red, hinzu.

Das Produkt wird sich mit Bereichen wie Identität und dem Zugang zu Unternehmens-Blockchain-Netzwerken sowie mit Kinderkrankheiten, wie etwa Smart Contract-Fehlern, befassen.

Die unternehmenseigenen IBM Blockchain-Tools haben neben den Partnerschaften, von denen diese Woche weitere dazu kamen, auch eine breite Akzeptanz gefunden. Etwa in Form einer Implementierung in Japan durch mehrere Banken.