IDEG bringt die ersten asiatischen Bitcoin-Treuhandfonds auf den Markt

Die Vermögensverwaltung IDEG hat nach eigener Aussage den ersten asiatischen Bitcoin-Treuhandfonds auf den Markt gebracht.

Die beiden neuen Fonds namens Asia Bitcoin Trust I und Atlas Mining Trust I wurden am 8. Dezember in einer entsprechenden Pressemitteilung offiziell vorgestellt, nachdem sie bereits Ende November angekündigt wurden.

Der Depotservice Coinbase Custody wird für die beiden Treuhandfonds die Verwahrung übernehmen, wobei die in Asien ansässige Profound Trust Company als Treuhänder agieren wird. Der Umfang der beiden Fonds beläuft sich zusammen auf 200 Mio. US-Dollar.

Bewusste Differenzierung

Der Asia Bitcoin Trust I wird, im Gegensatz zum großen Bitcoin Trust von Grayscale, aktiv gemanagt. Diesen Vergleich setzt IDEG scheinbar bewusst, da es sich bei dem Bitcoin-Treuhandfonds von Grayscale um den bisher wohl erfolgreichsten Krypto-Investmentfonds handelt, der bisher am Markt ist.

Die aktive Verwaltung betont IDEG deshalb ganz bewusst, denn Geschäftsführer Kevin Yang sieht hierin einen entscheidenden Vorteil:

„IDEG agiert als Investmentmanager des Treuhandfonds, wodurch wir verschiedene Trading-Strategien fahren können, um mehr Bitcoin für unsere Anleger zu erwirtschaften und gleichzeitig die möglichen Risiken zu minimieren.“

Der zweite Treuhandfonds beinhaltet Mining-Projekte, in die IDEG involviert ist, was den Anlegern eine alternative Möglichkeit geben soll, in die Kryptobranche zu investieren.

IDEG Gründer Raymond Yuan betont in diesem Zusammenhang, dass seine Vermögensverwaltung bisher gutes Geschäft mit Mining-Investitionen macht, da sie sich streng nach betriebswirtschaftlichen Kennzahlen richtet und mit ihren Geldern hauptsächlich in Hardware und Infrastruktur investiert.

So erklärt Yuan vollmundig:

„Individuelle Miner geben mittlerweile auf, da institutionelle Mining-Investoren wie wir in fast jeder Hinsicht besser sind.“

Grayscale macht es vor

Wie berichtet, hat der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) zuletzt einen Antrag nach dem Formular 10 bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht, um damit zum ersten behördlich zugelassenen Krypto-Fonds in den USA zu werden.

Sollte dies gelingen, würde der Treuhandfonds automatisch unter der Beaufsichtigung der SEC stehen und müsste seine Anteile dementsprechend nach geltendem Börsenrecht eintragen lassen. Hieraus würde sich jedoch ein wichtiger Vorteil ergeben, denn viele institutionelle Investoren verlassen sich nur auf Finanzprodukte, die eine Genehmigung durch die SEC haben. Der Kundenkreis von Grayscale könnte sich durch diesen Schritt also beträchtlich erweitern.

Wie Cointelegraph im September berichtet hatte, hat die Vermögensverwaltung VanEck mittlerweile ihren eigenen Bitcoin-Fonds auf den Markt gebracht, der bisher jedoch nur geringe Nachfrage erfahren hat.