Grayscale will erste SEC-Genehmigung für einen Krypto-Fonds erwirken

Der große Bitcoin-Fonds namens „Grayscale Bitcoin Trust“ (GBTC) hat bei der amerikanischen Börsenaufsicht eine Zulassung nach dem Formular 10 beantragt, um damit der erste Krypto-Fonds mit einer entsprechenden Genehmigung zu werden.

Dies kündigt Grayscale am 19. November in einem firmeneigenen Blogeintrag an. Sollte die SEC dem Antrag stattgeben, könnten sich in Folge dessen zukünftig mehrere Eigenschaften des Fonds ändern. 

Was ändert sich durch eine Genehmigung?

Zunächst hält Grayscale aber fest, dass sich selbst bei Annahme des Antrags die grundlegende Struktur des Treuhandfonds nicht verändern wird. Gleichsam wird dieser dann auch nicht auf einer öffentlichen Börse notiert. Allerdings könnten sich Ausgestaltung und Verwaltung des Fonds ggf. wandeln.

Sollte eine Zulassung ausgesprochen werden, dann würde der Fonds automatisch unter die Beaufsichtigung der SEC fallen und müsste dementsprechend seine Wertpapiere nach dem Kapitalmarktgesetz registrieren lassen. Der Vorteil wäre, dass sich dadurch der mögliche Kundenkreis deutlich erweitern würde, da viele institutionelle Investoren lediglich in Fonds mit SEC-Genehmigung investieren. Allerdings wäre der Fonds damit auch sämtlichen Vorgaben der Aufsichtsbehörde verpflichtet.

Wie Grayscale schreibt, würden besonders akkreditierte Investoren von der Zulassung profitieren:

„Akkreditierte Investoren, die zuvor bereits in die private Version des Fonds investiert haben, dürften dann früher wieder ihre Gelder ausbuchen, da für sie die verpflichtende von 12 auf 6 Monate reduziert werden würde.“

Grayscale ist nicht der einzige Fonds, der versucht, den Zugang zu Bitcoin zu erleichtern. Wie Cointelegraph im September berichtet hatte, hat die Vermögensverwaltung VanEck ihren eigenen Bitcoin-Treuhandfonds auf den Markt gebracht, der in der ersten Woche allerdings nicht besonders gut angenommen wurde.

Grayscale stellt hohe Nachfrage fest

Für Grayscale sieht es derweil gut aus, so sind allein im dritten Quartal 2019 insgesamt 254 Mio. US-Dollar in deren Investitionsprodukte geflossen, was der zweithöchste Wert seit Markteinführung ist. Im Vergleich zum Q2 2019 entspricht dies einer Verdreifachung, da zuvor „nur“ 84,8 Mio. US-Dollar eingenommen wurden.