Indien: Medien sorgen mit Falschnachrichten über Krypto-Besteuerung für Panik

Mainstream-Medien wie die Financial Times und Quartz berichten diese Woche über eine angeblich "aggressive Verfolgung" von Krypto-Investoren in Indien. Die Regelung, auf die sie Bezug nehmen, ist aber nicht neu und bereits seit Dezember 2017 in Kraft.

In einer neuen Runde an Fehlinterpretationen über den Umgang der indischen Regierung mit Krypto-Investoren, warnen mehrere Publikationen vor einer Steuereintreibung. 100.000 Investoren seinen per Post aufgefordert worden, nicht verbuchte Gewinnen zu versteuern.

Die Zahl der Betroffenen "könne sich auf bis zu 500.000" erhöhen, hebt Quartz hevor.

Indien war in diesem Monat in den Fokus von Bitcoin-Investoren gerückt, nachdem mehrere Medien eine Haushaltsrede von Finanzminister Arun Jaitley fälschlicherweise mit den Worten kommentierten, Indien plane ein Bitcoin-Verbot.

Obwohl lokale Unternehmen wie etwa einige Handelsplattformen die Meldungen als falsch deklarierten, blieben die Auswirkungen auf die Märkte weiterhin spürbar.

Bei der Besteuerung geht es aber eigentlich um ein ganz anderes Thema. Die indische Nachrichtenseite Press Trust of India (PTI) hatte ursprünglich gemeldet, dass Indien "400.000 bis 500.000" Nutzer von Tauschbörsen wegen Steuerhinterziehung im Visier habe.

Bei den in dieser Woche erwähnten 100.000 Briefen handelt es sich offenbar um die erste Mahnwelle im Rahmen des vorher bekannten Plans. Über bereits bekannte Äußerungen von Sushil Chandra hinaus, Indiens Verantwortlichen für direkte Steuern, sind keine neuen Entwicklungen bekannt.

"Wir haben herausgefunden, dass es keine Transparenz über von vielen Menschen getätigte Investitionen gibt, was bedeutet, dass diese von ihnen nicht richtig deklariert wurden... wir haben alle (Generaldirektoren der Einkommensteuer) in ganz Indien informiert. Sie erteilen Bescheide, dass eine Besteuerung ansteht" , so Chandra am 7. Februar.

Die sogenannte "Aggression" im Auftrag der Regulierungsbehörden, so PTI, wirke sich zudem nur auf vermögende Privatpersonen aus, welche Kryptowährungsbörsen nutzten, also etwa 25% der gesamten Nutzerbasis.

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