ING-DiBa stellt Datenschutz-Verbesserung für Blockchains vor

Die niederländische Direktbank ING hat, am 21. Oktober in einer Pressemitteilung, ihr neues Blockchain-Tool namens Zero-Knowledge Set Membership (ZKSM) vorgestellt.

Das ZKSM-Verfahren soll für eine „Verbesserung“ der Datensicherheit auf Blockchain-Systemen sorgen, wodurch bestimmte Daten verifiziert werden können, ohne die Sicherheit der gesamten Daten zu gefährden. ZKSM ist außerdem „Open Source“ und kann so auch von anderen Entwicklern genutzt und weiterentwickelt werden.

Laut ING ermöglicht das neue Verfahren, dass eine Blockchain bestimmte Daten einem spezifischen Datensatz zuordnen kann, ohne die vollständigen Eigenschaften der jeweiligen Daten offenlegen zu müssen.

Die Pressemitteilung führt als erklärendes Beispiel an, dass ein EU-Bürger so seine EU-Zugehörigkeit nachweisen kann, ohne dabei sein genaues Herkunftsland anzugeben.

„Eine der großen Herausforderungen bei der Umsetzung neuer Blockchain-Technologie ist der Schutz von privaten Informationen auf einem öffentlichen System (Ledger), da hier alle Änderungen von jedem Netzwerkteilnehmer verifiziert werden müssen“, so die Bank im Wortlaut.

Annerie Vreugdenhil, ING Leiterin für Innovation im Firmenkundengeschäft, gibt an, dass die Bank ihren Kunden helfen will, „ihre Geschäftsmodelle zu transformieren“.

„Einer der Kernpunkte ist dabei für unsere Kunden der Umgang mit Daten und Datenschutz. ZKSM ist der nächste Schritt auf dieser Reise“, wie sie weiterhin ausführt.

Schon zuvor hatte der Finanzdienstleister ähnliche Verbesserung für Datenschutz auf den Weg gebracht, so wurde im November 2017 die Methode des Zero-Knowledge Range Proof (ZKRP) eingeführt.