Japan: E-Commerce-Riese DMM stellt Krypto-Mining-Geschäft ein

Der japanische E-Commerce-Konzern DMM.com Ltd. will sein Krypto-Mining-Geschäft einstellen. Grund dafür sei die schlechtere Rentabilität. Das lokale Wirtschaftsmagazin Toyo Keizai berichtete am 30. Dezember über diese Einstellung des Geschäfts.

Die Entscheidung wurde Berichten zufolge im September 2018 getroffen. Die ersten Schritte zur Demontage des Mining-Betriebs - einschließlich des Verkaufs der Mining-Hardware des Unternehmens - sollen in der ersten Jahreshälfte 2019 eingeleitet werden.

DMM.com, das über 27 Millionen Kunden bei seinem E-Commerce-Geschäft hat, kündigte den Einstieg in das Krypto-Mining-Geschäft erstmals im September 2017 an, wobei der Schwerpunkt auf dem Mining großer Kryptowährungen, wie etwa Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Litecoin (LTC) lag. Seit Februar dieses Jahres betreibt das Unternehmen in der Stadt Kanazawa eine große Mining-Farm.

Bis April wollte DMM sogar einen Showroom für seinen Mining-Betrieb eröffnen. Damit sollte der Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben werden, 1.000 Mining-Maschinen auf einem 500 Quadratmeter großen Gelände zu sehen, wie Toyo Keizai berichtet. Doch die Entscheidung wurde Berichten zufolge Anfang Juni aus Sicherheitsgründen zurückgenommen, insbesondere wegen der potenziellen Gefahr von Hardwarediebstahl, nachdem derartige Versuche auf der Kanazawa-Farm vereitelt wurden.

Laut Toyo Keizai überdenke DMM nun auch die Einführung einer Krypto-Handels-App namens "Cointap", die für den 25. Dezember 2018 vorgesehen war. Das Unternehmen soll Berichten zufolge glauben, dass sowohl der rückläufige Kryptomarkt als auch der hochkarätige Hackangriff auf die japanische Kryptobörse Coincheck im Januar 2018 das Anziehen neuer Händler in den Sektor erschwert hätten.

DMM wird allerdings seine regulierte Kryptowährungsbörse, die seit Januar 2018 in Betrieb ist, wohl nicht stilllegen.

Wie berichtet wurde, hat der japanische Internetriese GMO Internet Group kürzlich angekündigt, dass er Bitcoin-Miner nicht mehr länger entwickeln, produzieren und verkaufen werde, nachdem im vierten Quartal 2018 hohe Verluste verzeichnet wurden.

Unterdessen gab es im November Berichte über Massenverkäufe von Mining-Hardware in China. Auch Veteranen der Mining-Branche, wie etwa Bitmain, wollen Berichten zufolge Mitarbeiter aufgrund der Kursflaute auf den Kryptomärkten im vergangenen Jahr entlassen.