Japan: MUFG Bank dementiert Berichte über digitale Währung

Die MUFG Bank, die größte Bank Japans und die fünftgrößte Bank der Welt, hat Berichte dementiert, denen zufolge sie im nächsten Jahr eine digitale Währung in Japan einführen wolle.

In einer Erklärung am 4. Dezember sagte die Mitsubishi UFJ Financial Group Bank (MUFG), dass es noch unklar sei, ob aus einer kürzlichen Geschäftspartnerschaft letztendlich ein digitales Währungsunternehmen hervorgehen würde.

MUFG: Behauptungen über digitale Währung inoffiziell

Zuvor hatten verschiedene lokale englischsprachige Medien, darunter die Japan Times, berichtet, dass die MUFG die Ausgabe einer noch namenlosen digitalen Währung in der ersten Jahreshälfte 2020 plane.

"Die MUFG Bank hat keine derartige Ankündigung gemacht, wie die Berichte es darstellen", so die Erklärung. Die MUFG fügte hinzu: "Es stimmt, dass wir einen Joint Venture-Vertrag geschlossen haben, in dessen Rahmen ein neues Unternehmen gegründet wurde. Zum jetzigen Zeitpunkt wurde keine weitere Entscheidung in dieser Hinsicht getroffen."

Immer mehr Digitale Währungsprodukte auf dem japanischen Markt

Das Angebot soll es Nutzern ermöglichen, Zahlungen über ihr Smartphone mittels QR-Codes zu tätigen. Das digitale Währungskonto ist dabei mit einem Bankkonto verknüpft. 

Laut der Japan Times, die sich auf "Quellen mit Informationen" berief, würde die MUFG eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen hinter dem Token halten. 51 Prozent wären im Besitz des Partners, dem Personaldienstleister Recruit Holdings.

Immer mehr Banken versuchen, der Nachfrage nach solchen Zahlungen nachzukommen. Systeme, wie J-Coin Pay von der Mizuho Bank haben vor Ort große Aufmerksamkeit erregt.

Ein solcher Schritt wäre nicht das erste Mal, dass die MUGF sich mit dem Bereich digitale Währung beschäftigt. Wie Cointelegraph berichtete, präsentierte die Bank im vergangenen Jahr ein internes digitales Währungsprojekt unter dem Namen "MUFG Coin".

Im Februar hingegen sollte im Rahmen einer weiteren Partnerschaft mit dem Netzwerk Akamai in der ersten Hälfte des Jahres 2020 ein Blockchain-Zahlungsnetzwerk namens Global Open Network eingerichtet werden.