Japans Finanzminister und stellvertretender Premierminister Taro Aso hat Journalisten aufgefordert, den Begriff der virtuellen Währungen nicht mehr zu verwenden und auf die neue rechtliche Bezeichnung Crypto Assets umzustellen.

Aso - der auch als Staatsminister für Finanzdienstleistungen fungiert - äußerte sich während einer Fragestunde zu Krypto-Themen bei einer Pressekonferenz nach einer Kabinettssitzung der Regierung. Das vollständige Transkript der Fragerunde vom 26. März wurde zusammen mit einer vorläufigen englischen Übersetzung von der japanischen Financial Services Agency (FSA) am 26. April veröffentlicht.

Wie Cointelegraph Japan heute ebenfalls berichtet, besteht der Minister auf der Verwendung des neuen Begriffs, nachdem das japanische Kabinett Entwürfe zur Änderung der japanischen Gesetze über Finanzinstrumente und Zahlungsdienste gebilligt hatte. Im März war eine rechtliche Namensänderung von Kryptowährungen zu "Crypto Assets" erlassen worden.

Wie Cointelegraph Japan anmerkt, stellt die neue Definition laut FAS nur eine juristische Begriffänderung dar. Es werden jedoch keine Vorschriften für die obligatorische Verwendung des Begriffs durch Branchenteilnehmer eingeführt.

In der Fragerunde kamen auch die neuesten Entwicklungen im Überprüfungsprozess der FSA und die offizielle Registrierung neuer Broker und Börsen für Crpyto Assets zur Sprache, die im Anschluss von Inspektionen des Aufsichtsorgans vor Ort bei Industrieunternehmen überarbeitet wurden.

Wie Minister Aso während der Fragerunde betonte, hat die FSA von mehreren Fällen von in Japan gehackter Kryptobörsen gelernt und in der Folge ihre Überwachung des Sektors verschärft. Er sagte:

"Obwohl ich denke, dass Blockchain eine vielversprechende Technologie ist, wird es einige Zeit dauern, bis sie sich etabliert hat. Eine Vielzahl von Menschen wird sich damit beschäftigen, nicht alle von ihnen haben gute Absichten, einige könnten also diese Technologie missbrauchen. Um die Anleger zu schützen, ist es für uns unerlässlich, eine ordnungsgemäße und strenge Überwachung vorzunehmen."

Aso sprach ebenfalls über die diese Woche von der FSA registrierten zwei neuen Krypto-Broker - Rakuten Wallet und Decurret. Letztere zählt einen ehemaligen Vizeminister des japanischen Finanzministeriums zu ihren Vorständen.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, wurde der Vorschlag der FSA für eine Neudefinition virtueller Währungen als Kryptoanlagen als ein Schritt präsentiert, der dazu beitragen könnte, dass "Händler sie [Crypto Assets] nicht mehr in dem Glauben kaufen werden, dass es sich dabei um von der Regierung anerkannte gesetzliche Zahlungsmittel handelt".

Neben der Neudefinition beinhalten die jüngsten Änderungen der japanischen Gesetze über Finanzinstrumente und Zahlungsdienste unter anderem die Begrenzung der Hebelwirkung im Krypto-Margenhandel auf das Zwei- bis Vierfache der Ersteinlage. Die Änderungen sollen im April 2020 in Kraft treten.

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