Japans Nationalpolizeibehörde will mit neuer Software Krypto-Transaktionen nachvollziehen

Als Reaktion auf eine vermehrte illegale Nutzung von Kryptowährungen plant die japanische Nationalpolizeibehörde (NPA) die Einführung einer neuen Software, die den Verlauf der Kryptowährungstransaktion verfolgen kann, berichtete die japanische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt NHK am 30. August.

Im Jahr 2019 soll die Nationale Polizeibehörde spezielle Software in Betrieb nehmen, um den Verlauf der Transaktionen virtueller Währungen innerhalb des Landes zu verfolgen. Dieser Schritt ist Teil des Kampfes gegen den erhöhten Missbrauch und Diebstahl von Kryptowährungen.

Um die Ausgaben für die neue Software zu decken, will die NPA ihr Budget für das kommende Geschäftsjahr um 35 Millionen Yen (rund 270.000 Euro) erhöhen.

Die Software wurde von einer privaten Firma entwickelt, deren Name nicht bekannt gegeben wurde. Laut dem NHK kann die Software Transaktionsdaten extrahieren, die für eine Untersuchung benötigt werden, sie aus offenen Datensätzen visualisieren und zeigen, für welche Kryptobörsen-Operatoren die Währung verwendet wurde.

Anfang dieses Monats fand der in Tokio ansässige Hersteller von Sicherheitssoftware, Trend Micro, schädliche Malware für Bitcoin(BTC) -Automaten, die online zum Kauf angeboten wurde. Für den Preis von 25.000 US-Dollar konnten Kriminelle BTC-ATM-Malware zusammen mit einer gebrauchsfertigen Karte mit EMV- und Nahfeldkommunikationsfähigkeiten erwerben, wodurch Betrüger den BTC-Gegenwert von bis zu 6.750 US-Dollar, Euro oder Pfund erhalten.

Letzte Woche sagte der Beauftragte der Finanzaufsicht Japans, die Financial Services Agency (FSA), dass die Agentur will, dass die Kryptowährungsindustrie "unter angemessener Regulierung wächst", und fügte hinzu, dass sie "die Kryptoindustrie nicht übermäßig einschränken" wolle. "Ziel der FSA ist es Berichten zufolge, die Kryptoindustrie zu entwickeln und ein" Gleichgewicht "zwischen Verbraucherschutz und technologischer Innovation zu finden.

Zuvor hatte die FSA die Ergebnisse ihrer Vor-Ort-Inspektionen von Betreibern von Krypto-Börsen veröffentlicht und festgestellt, dass eine "substanzielle" laufende Überprüfung der Registrierungsverfahren erforderlich sei. Die FSA-Untersuchung ergab, dass die Wartungs- und Kontrollsysteme der Krypto-Börsen nicht mit dem exponentiellen Wachstum des Transaktionsvolumens Schritt halten konnten.