Kik-Gründer: Wir werden gegen die SEC bis zum letzten Dollar kämpfen

Der CEO und Gründer der kanadischen Social Media- und Messaging-App Kik hat geschworen, gegen die US-Regulierungsbehörden um die Zukunft seiner Kryptowährung Kin (KIN) zu kämpfen, "egal wie hart es auch sein wird".

Laut einem Bericht vom 25. September von Global News sagte Kik-CEO Ted Livingston am Mittwoch auf der Elevate Conference in Toronto:

"Wir müssen weitermachen. Bis wir keinen Dollar und keine Person mehr übrig haben. Wir werden weitermachen, egal wie hart es auch sein wird".

Streit mit der SEC

Wie berichtet, ist Kik in einen kostspieligen Rechtsstreit mit der United States Securities and Exchange Commission (SEC) zu seinem Initial Coin Offering (ICO) verwickelt. Die Aufsichtsbehörde wirft dem Unternehmen vor, das 100 Millionen US-Dollar schwere ICO nicht registriert zu haben.

Livingston will den Rechtsstreit gewinnen und weist darauf hin, sollte der Kin-Token als Wertpapier eingestuft werden, strenge Vorschriften diesen unbrauchbar machen würden, mit gravierenden Folgen für das Ertragsmodell des Unternehmens.

"Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir im Recht sind. Wir müssen kämpfen", sagte er.

Kik hoffe, bereits im Mai 2020 vor Gericht zu gehen, so der CEO. Unterdessen haben die Maßnahmen der SEC die Adaption von Kin verlangsamt und auch den Handel eingeschränkt, obwohl laut Livingston immer noch etwa 60 Apps den Token verwenden.

Der CEO will sich nach eigener Aussage weiterhin für Kin einsetzen, da er der Ansicht sei, dass nur mit solchen Token eine ständig zunehmende Konzentration von Reichtum und die Vorherrschaft von Monopolen bewältigt werden könne:

"Kryptowährungen sind der einzige Weg, das einzige Instrument, das wir jetzt haben, um dem entgegenzuwirken, mit dem wir eine neue Wirtschaft mit einer neuen Form von Geld aufbauen können, in der wir die Regeln neu schreiben können, wie Reichtum und Wert in einer globalen Gesellschaft geschaffen werden."

Schwierige Zeiten für Kik

Wie Kik letzte Woche bekanntgab, musste das Unternehmen aufgrund unzureichender Einnahmen inmitten dieser Schwierigkeiten seine Belegschaft von 151 auf 19 Mitarbeiter zusammenstreichen und Mitarbeiter in seinen Büros in Waterloo, Ontario und Tel Aviv entlassen.

Die übrigen Mitarbeiter sollen sich darauf konzentrieren, Investoren zum Kauf der Kryptowährung Kin zu ermutigen.