Coin Metrics-Bericht: Aussagen von Kik zu Kin-Blockchain "unrichtig"

Kik hat unrichtige Angaben über die Aktivität auf seiner Blockchain an die US-Regulierungsbehörde SEC gemacht, wie aus einem Bericht von Coin Metrics vom 24. Juni hervorgeht.

Der Bericht konzentrierte sich auf zwei Aussagen des Unternehmens über seine Kin-Blockchain und die gleichnamige Kryptowährung.

In einem Brief vom November 2018 hatte Kik behauptet, dass seine Blockchain "Ether und Bitcoin im Hinblick auf die tägliche Blockchain-Aktivität überholt habe, was die breite Akzeptanz und Verwendung von Kin demonstriert".

Coin Metrics behauptet, dass der tägliche Betrieb, die Messungsmethode, die Kik zur Messung der Aktivität auf seiner Blockchain verwendete, eine hohe Anzahl von Kontoeröffnungen umfasse - aber viele dieser Konten seien leer. Obwohl Kin eine große Anzahl von On-Chain-Zahlungen verzeichnet hatte, so der Bericht, liege er in Bezug auf den Transferwert "deutlich unter anderen großen Blockchains".

Kik hatte auch in Frage gestellt, warum die SEC den Token als Wertpapier betrachtete, obwohl "über 300.000 Menschen Kin als Währung erwarben und ausgaben". Auf diese zweite Behauptung sagte Coin Metrics, dass es zu Spitzenzeiten nur etwa 35.000 Adressen mit mehr als 10.000 Kin (im Wert von etwa 0,23 US-Dollar) gegeben habe. Im Bericht heißt es auch:

"Das sind Werte, die unter denen von anderen Blockchains in unserer Stichprobe liegen, die jeweils mindestens 1.000.000 Adressen haben, die wiederum mindestens 1 US-Dollar enthalten."

Coin Metrics kam zu dem Schluss, dass mehrere Metriken darauf hindeuten, dass Kin nicht weiter verbreitet sei als dominante Chains wie etwa BTC und ETH. Es hieß weiter:

"Es ist daher wichtig, mehrere Faktoren zu untersuchen, darunter die Art und Qualität der Nutzung, um sich ein vollständiges Bild von der Aktivität von Kin oder einer anderen Blockchain zu machen."

Im vergangenen Monat startete Kik eine Krypto-Kampagne im Umfang von 5 Mio. US-Dollar, um einen Rechtsstreit mit der SEC zu finanzieren. Der Zweck dahinter war es, Klarheit im Hinblick auf die Regulierung zu schaffen.

Das Unternehmen hatte fast 100 Mio. US-Dollar bei einem Token-Verkauf im September 2017 aufgebracht. Aber die Aufsichtsbehörde behauptete später, dass Kik möglicherweise gegen Wertpapiergesetze verstoßen haben könnte.