Libertärer Parteikandidat akzeptiert BTC trotz unklarem Gesetzrahmen

Der Kandidat der libertären Partei für Wisconsin wird Spenden in Bitcoin (BTC) akzeptieren, obwohl die Ethikkommission des Staates diese als "ernste Herausforderung" für die staatlichen Gesetzte betrachtet, wie die lokale Nachrichtenagentur Milwaukee Journal Sentinel am 23. Juli berichtete.

Anfang Frühling hatte die libertäre Partei von Wisconsin die staatliche Ethikkommission aufgefordert, zu klären, ob die Verwendung von Kryptowährung für politische Beiträge legal ist oder nicht. Im Mai reichte die Kommission die Angelegenheit dann an die Legislative von Wisconsin weiter, welche bemerkte, dass "die Gewährung von Kryptowährungsspenden eine ernsthafte Herausforderung für die Fähigkeit der Kommission darstellt, die Einhaltung des staatlichen Rechts sicherzustellen."

Anderson, ebenfalls der Vorstandsvorsitzende der Partei, betonte laut der Publikation, dass seine Entscheidung zur Akzeptierung von Bitcoin nicht bedeutet, dass seine Partei "die Nase [Richtung Kommission] rümpft", da er davon überzeugt ist, dass solche Spenden dem Gesetz entsprechen.

Anderson fügte allerdings hinzu, dass die libertäre Partei "alles zurückfährt", sollte die Ethikkommission eine Beschwerde einreichen und sagte:

"Wir werden nicht zulassen, dass das Fehlen einer angemessenen Interpretation des Statuts dazu führt, dass die Rechte des Ersten Verfassungszusatzes beeinträchtigen für jene beeinträchtigt werden, die Unterstützung zeigen und einen Beitrag leisten wollen. Ich habe kein Vertrauen in die Versammlung, das gerecht und zügig zu regeln."

Die beratende Meinung aus dem Jahr 2014 der Föderalen Wahlkommission (FEC) dient derzeit als Hauptreferenz, was Krypto-Spenden angeht und sagt aus, dass BTC eine "Sachspende" sei - eine Form der Unterstützung, bei der Waren und Güter bereitgestellt werden, anstelle von Geld, um jene Güter zu kaufen.

Einige staatliche Kommissionen haben sich dieses Jahr allerdings gegen Krypto-Spenden entschieden, oder lange überlegt, da die Meinung der FEC angesichts der wechselnden Rolle von Krypto seit 2014 nicht mehr aktuell ist und weder die wachsende Marktkapitalisierung noch die steigende Verwendung von Altcoins - über Bitcoin - hinaus beachtet.

Cointelegraph berichtete im Mai, dass eine Initiative aus Colorado fordert, dass Kampagnen-Spenden in Krypto die gleiche Obergrenze haben sollten wie Spenden in Lokalwährungen. Bei anonymen Beiträgen liegt diese bei 20 US-Dollar.