LKA Hessen und Europol fassen mutmaßlichen IOTA-Millionendieb in England

Beamten des hessischen Landeskriminalamts (LKA) haben unter Zusammenarbeit mit verschiedenen europäischen Sicherheitsbehörden einen mutmaßlichen IOTA-Dieb verhaftet, so eine Pressemitteilung des LKA Hessen vom 24. Januar.

Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 36-jährigen Mann, der Token der Kryptowährung IOTA mit einem Gegenwert von 10 Millionen Euro gestohlen haben soll. Der Diebstahl war bereits im Januar 2018 bekannt geworden. Weltweit sollen davon 85 Personen betroffen sein.

Die Ermittlungen seien vom Hessischen Landeskriminalamt geführt und vom LKA Rheinland-Pfalz, der South East Regional Organised Crime Unit (SEROCU) aus England, der National Crime Agency (NCA) aus England und Europol unterstützt worden.

Matthias Krekeler vom Hessischen Landeskriminalamt kommentierte den Fahndungserfolg mit folgenden Worten:

"Die Ermittlungen konnten nur aufgrund der exzellenten und engagierten Zusammenarbeit von internationalen Behörden, Unternehmen und der IOTA-Community erfolgreich durchgeführt werden. Der Erfolg der Ermittlungen zeigt uns auch, dass im Bereich der Kriminalität im Zusammenhang mit Kryptowährungen ein schlagkräftiges international gut funktionierendes Polizeinetzwerk besteht."

Der IOTA-Diebstahl hatte im Januar 2018 für Schlagzeilen gesorgt. Die Betrüger hatten sich dabei eines Tricks bedient und über einen gefälschten Seed-Generator im Internet Wallet-Schlüssel von Nutzern abgegriffen. Anschließend räumten sie die Wallets auf einen Schlag leer. IOTA notiert fern von seinen Höchstständen über 5 US-Dollar Ende 2017 mittlerweile nur noch bei rund 0,30 US-Dollar.