Mark Zuckerberg erwägt Blockchain-Autorisierung von Nutzdaten

Der CEO und Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, hat in einem Interview mit dem Harvard Law Professor Jonathan Zittrain am 20. Februar die Auswirkungen einer auf Blockchain basierenden Autorisierung von Benutzerdaten diskutiert.

In einer Diskussion über Themen wie die Zukunft von Technologie und Gesellschaft stellte Zuckerberg fest, dass er dabei an den Beitrag von Facebook als dezentralisierende Kraft in der Welt denke. Zuckerberg sagte, dass die Menschen seiner Generation in Technologie eingestiegen sind, weil diese "dem Einzelnen Macht geben und nicht massiv zentralisieren" würden.

Zuckerberg erwähnte, dass er einen potenziellen Blockchain-Anwendungsfall in Betracht ziehe, bei dem die Benutzer volle Kontrolle über ihre Daten erlangen könnten, und fügte hinzu: "Im Grunde genommen nehmen Sie Ihre Informationen, speichern sie auf einem dezentralen System und Sie haben die Wahl, sich an Orten anzumelden, ohne einen Vermittler zu kontaktieren".

Er stellte fest, dass die "relativ rechenintensiven" Prozesse der dezentralen Technologie zwar irgendwann überwunden werden könnten, dass es aber auch moralische Implikationen gebe.

"Ich denke, dass die interessanteren Fragen dabei sind nicht die Machbarkeit auf kurze Sicht, sondern die philosophischen Aspekte der Gutartigkeit eines solchen Systems", sagte Zuckerberg. Er erklärte, dass ein dezentrales System den Benutzern mehr Kontrolle über ihre Daten geben kann, aber auch zu mehr Missbrauch führen könnte, und dass jeder Zugriff weitaus problematischer sein würde als in einem zentralisierten System.

Zuckerberg sagte, dass ein Beispiel dafür, wie sich das Unternehmen in Richtung einer dezentraleren Struktur bewegt, darin bestehe, Verschlüsselung in seinen Messaging-Diensten anzubieten. Zuckerberg skizzierte die Vorteile der Verschlüsselung wie Datenschutz und Sicherheit, betonte aber weiterhin die Bedeutung der Sicherheit, da "die Menschen zu Recht eine Erwartung an uns [Facebook] haben, dass wir alles tun werden, was wir können, um Terroristen daran zu hindern, Menschen zu rekrutieren oder Menschen von der Ausbeutung von Kindern zu überzeugen".

Anfang dieses Monats hatte Facebook Berichten zufolge bei seiner ersten Akquisition im Zusammenhang mit Blockchain Chainspace übernommen. Berichten zufolge arbeitete das Startup an Problemen der Blockchain-Skalierbarkeit, insbesondere durch den Einsatz von Sharding bei Smart Contracts. Facebook soll das Startup jedoch in erster Linie wegen der Fähigkeiten oder des Fachwissens seiner Mitarbeiter und nicht wegen der Dienstleistungen oder Produkte des Unternehmens erworben haben.