Online-Rohstoffbörse plant Blockchain-Konsortium für Mineralienhandel

Die Online-Rohstoffbörse Open Mineral plant, ein Konsortium aus Bergbauunternehmen und Finanzorganisationen zu gründen, um ein Blockchain-basiertes Mineralhandelssystem zu entwickeln, so eine Pressemitteilung vom 9. Juli.

Das Schweizer Unternehmen Open Mineral hat sich mit dem US-amerikanischen Entwickler für dezentrale Anwendungen (DApp) ConsenSys zusammengeschlossen, um das Blockchain-Projekt Minerac, aufzubauen, dass den Mineralhandel und dessen Lieferkettenlogistik verbessern soll.

Das Unternehmen erklärte die Notwendigkeit für ein Blockchain-System in der Industrie folgendermaßen: "Logistik ist Komplex, Finanzierungen sind schwierig einzuholen und der ganze Prozess ist sehr papierlastig". Angeblich soll Blockchain "die Handelsprozesse vereinfachen und die Effizient und Rentabilität steigern".

"Minerac wird es Anteilseignern ermöglichen, kritische Tauschhandelsdokumente zu sichern, wie Konnossemente und Akkreditive, indem Smart Contracts verwendet werden".

Der neue Mineral-Chef Boris Eykher gab bekannt, dass das neu gegründete Konsortium bereits einige Bergbau-Organisationen angezogen hat und dass Verhandlungen mit anderen Bergleuten und Finanzinstitutionen geführt werden, auch wenn deren Namen nicht explizit bekanntgegeben wurden.

Minerac zielt auch darauf ab, Probleme der Nachhaltigkeit und Sicherheit im Mineralhandel anzugehen, indem es ein Verfahren schafft, bei dem versiegelten Beuteln und Behältern eine ID zugewiesen wird, die dann im Minerac-System aufgezeichnet wird. Individuelle Informationen über jedes einzelne Paket werden hinsichtlich Station und Lieferdetails aktualisiert. Auf diese Weise hofft Minerac, die Sicherheit von wertvollen Mineralien zu gewähren und zu validieren, dass die Waren aus konfliktfreien Regionen stammen.

Blockchain wird in einer breiten Reihe von Lieferketten und Logistik-Bereichen in diversen Branchen angewandt. Letzte Woche veröffentlichte die US-amerikanische Patentbehörde eine Patentbewerbung mit Blockchain-Bezug von Walmart für ein "sicheres" Liefermanagementsystem. Das System involviert Lieferschleusen, die die Ladung sicher aufbewahren können, bis die Käufer diese per Unterschrift abholen können.

Im Juni schlossen sich Walmart und 9 andere Firmen mit IBM zusammen, um eine Blockchain für die globalen Nahrungsmittellieferketten zu entwerfen. Mitglieder der sogenannten Food-Trust-Blockchain sind unter anderem Nestlé SA, Dole Food Co., Driscoll’s Inc., Tyson Foods Inc. und Unilever NV.