Südafrika: Mob brennt Haus von mutmaßlichem Krypto-Betrüger nieder

Ein wütender Mob in der südafrikanischen Stadt Ladysmith soll das Haus von Sphelele Mbatha abgebrannt. Er ist auch als Sgumza bekannt und war Manager des mutmaßlichen Krypto-Ponzi-Systems Bitcoin Wallets. Laut einem Bericht von Ladysmith Gazette vom 10. Juli war der Mob wahrscheinlich eine Reihe von Opfern, die durch Bitcoin Wallet Geld verloren haben. 

Die örtliche Polizei gegen ein ungenanntes Ponzi-Schema in Ladysmith ermittelt, wie IOL berichtete. Dem Bericht zufolge scheint Bitcoin Wallets potenziellen Investoren jedoch minimal schnelles Geld versprochen. 

Ein ungenanntes Community-Mitglied soll der Publikation mitgeteilt haben, dass Bitcoin Wallets versprochen habe, das Geld der Investoren innerhalb weniger Wochen zu verdoppeln: 

"Soweit wir gehört haben, ist Bitcoin Wallets eine Investition und kein Pyramidensystem. [...] Er (der Besitzer) hat in den Medien gesagt, dass er das Geld in Bitcoins investiere und dieses innerhalb von drei Stunden verdoppeln könne. [...] Wenn Sie 100.000 Südafrikanische Rand investieren, erhalten Sie in 15 Tagen 200.000 Südafrikanische Rand zurück."

Laut einer vorhergehenden Ankündigung sagte Sgumza gegenüber der Ladysmith Gazette fünf Tage vor dem Brandanschlag, dass er einfach ein Manager sei, ohne dass er über die angeblichen Backend-Probleme des Unternehmens etwas wisse oder an diesen etwas ändern könnte:

"Ich weiß nicht, was los ist. Ich weiß nicht, was online ist, oder wie dieses System funktioniert. Ich muss eingearbeitet werden. Der Eigentümer des Unternehmens betreibt das Online-Geschäft. Ich war nur der Leiter der Ladysmith-Filiale."

Sgumza behauptete außerdem, dass er selbst Geld verloren habe und nun arbeitslos sei:

"Ich werde nicht weiterarbeiten. Ich habe kein Geld mehr. Der Besitzer sagt, dass die Leute ihr Geld online zurückholen müssten. Ich selbst habe Geld dort investiert. Ich habe meine Bankverbindung online angegeben und warte jetzt auch."

Die Spannungen in der Gegend waren hoch und ein Kommunikationsbeauftragter hat Beschwerden über Menschenmassen, öffentliche Unruhen und Verkehrsstaus erhalten. Darüber hinaus sollen Kunden in einen Kampf geraten sein, als die Mitarbeiter von Bitcoin Wallets sie wegschicken wollten, als sie versuchten, sich Zutritt zu den Büros des Unternehmens zu verschaffen.

Sgumza sagte in einem Radiointerview am 9. Juli, dass Bitcoin Wallets-Kunden einem vermutlich damit nicht zusammenhängenden Betrug zum Opfer gefallen seien. Der Betrug nahm Personen, die Gläubiger von Bitcoin Wallets waren, ins Visier und sagte, dass sie sich auf einer Webseite anmelden müssten, um ihr Geld zurückzuholen.

Wie Cointelegraph am 2. Juli berichtete, lag Bitcoin in Südafrika an der Kryptobörse Luno bei fast 11.000 US-Dollar. Das sind 10,5 Prozent mehr als der damalige Kurs auf dem Kursindex von Cointelegraph. Der Adamant Capital-Partner Tuur Demeester warnte jedoch, der Börsenkurs würde wahrscheinlich "eine Inflation darstellen, die von der Regierung einfach nicht erkannt wird".