Mt. Gox-Entschädigungen: Frist für Anträge auf Frühjahr 2020 verschoben

Der für die Rückerstattung von Nutzern der nicht mehr existierenden Bitcoin (BTC)-Börse Mt. Gox hat die Einreichungsfrist für Ansprüche erneut verlängert.

Neue Schadensfrist 31. März 2020

In einer Erklärung vom 28. Oktober sagte Nobuaki Kobayashi, dass das hohe Volumen an Entschädigungsanfragen eine Verlängerung um fünf Monate notwendig mache.

Kobayashi bestätigte den Plan nur einen Tag vor Ablauf der aktuellen Frist. Auch diese war das Ergebnis einer Verlängerung gewesen, welcher der Treuhänder im April zugestimmt hatte.

"Eine große Anzahl von Rehabilitationsansprüchen, die der Rehabilitationstreuhänder ganz oder teilweise abgelehnt hat, bleibt unbestimmt, weil sie Gegenstand von Schadenersatzverfahren sind, und Berufungen gegen eine Entscheidung über einen Antrag auf Schadenersatz.", erklärte Kobayashi.

Kobayashis Mitteilung endet mit der Feststellung:

"Vor diesem Hintergrund hat der Rehabilitationstreuhänder beim Bezirksgericht Tokio einen Antrag auf Verlängerung der Einreichungsfrist für einen Rehabilitationsplan gestellt, und am 25. Oktober 2019 hat das Bezirksgericht Tokio angeordnet, die Frist für einen Rehabilitationsplan auf den 31. März 2020 zu verlängern."

Fast sechs Jahre nach dem Zusammenbruch

Wie Cointelegraph berichtete, waren insgesamt rund 24.000 Menschen in das Mt. Gox-Debakel verwickelt. Die Kryptobörse war Anfang 2014 zusammengebrochen. Das langwieriges Verfahren zu eventuellen Rückerstattungen dauert weiterhin an. Rund 850.000 BTC (damals umgerechnet 460 Millionen US-Dollar) waren aus den Büchern der Kryptobörse verschwunden.

Die Kryptowährungsindustrie blickt in diesem Jahr mit Spannung auf den Untergang einer weiteren Börse. Kanadas QuadrigaCX, dessen Gründer Ende 2018 plötzlich verstarb, schuldet seinen 115.000 Gläubigern noch immer rund 145 Millionen Dollar.

Die Witwe des Gründers übergab im letzten Monat 9 Millionen US-Dollar an die Abwickler.