New Yorker Finanzaufsicht richtet Krypto-Abteilung ein

Die New Yorker Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen (NYFDS), die für den gleichnamigen US-Bundesstaat zuständig ist, will eine neue Abteilung aufbauen, die speziell mit der Beaufsichtigung von Krypto-Unternehmen beauftragt werden soll.

In einer entsprechenden Mitteilung vom 23. Juli kündigt die NYDFS offiziell die Gründung der „Forschungs- und Innovationsabteilung“ an, die innerhalb der Aufsichtsbehörde „für die Zulassung und Beaufsichtigung von Virtuellen Währungen zuständig sein wird.“

Bisher hat die NYDFS für Unternehmen, die mit Digitalen Vermögenswerten handeln, eine gesonderte Zulassung ausgestellt, die den Namen „BitLicense“ trägt. Damit soll sichergestellt werden, dass Krypto-Unternehmen gewisse Standards im Hinblick auf Datenschutz und Offenlegung einhalten. Einige Stimmen der Kryptobranche empfinden die darin enthaltenen Vorschriften allerdings als restriktiv.

Mit der heutigen Ankündigung bestätigt die New Yorker Behörde jedoch immerhin ihre Fortschrittlichkeit und ihren Willen, auf neue Innovationen einzugehen. Im Zuge dessen wurden auch gleich die Besetzung der neuen Abteilung bekanntgegeben. So wurde Matthew Homer zum Abteilungsleiter ernannt. Homer war vor seiner bisherigen Tätigkeit bei der NYDFS bei einem FinTech-Unternehmen namens Quovo beschäftigt, was seine Erfahrung in der Branche unterstreicht.

Matthew Siegel und Olivia Baumgardner wurden als seine Stellvertreter bestimmt und unterstehen Homer direkt. Siegel war zuvor Staatsanwalt im Auftrag des Justizministeriums. Baumgardner ist derweil die bisherige Forschungsleiterin der NYDFS. Als Teil dieser Aufgabe hat sie bereits Projekte zu Themen wie Cybersicherheit und Digitalwährungen angeführt. Andrew Lucas wird der Abteilungsleitung in beratender Funktion zur Seite stehen.

Wie zuvor berichtet, hat die Fidelity Digital Asset Services, ein Ableger von Fidelity Investments, diese Woche eine BitLicense bei der New Yorker Aufsichtsbehörde beantragt. Sollte die Zulassung genehmigt werden, dürfte Fidelity damit in New York Verwahrungsdienstleistungen für Digitale Vermögenswerte anbieten.