Bitcoin rutscht durch Coronavirus und Chinesisches Neujahr um 6% ab

Samstag, 25. Januar: Bitcoin (BTC) hat im Laufe der Woche knapp 6% verloren, was Experten einerseits auf das Chinesische Neujahrsfest und andererseits auf die zunehmende Angst über eine Verbreitung des Coronavirus zurückführen.

Der Krypto-Analyst Light belegt dies zum Beispiel anhand der momentanen Schwäche des chinesischen Aktienmarktes, die mittlerweile auch auf die Kryptomärkte übergreift.

Cryptocurrency market daily overview

Marktvisualisierung von Coin360

Bitcoin korreliert mit Aktienmärkten

Wie der Experte erklärt, weist Bitcoin in der letzten Woche nämlich eine deutliche Korrelation zu den Aktienmärkten auf, die sich ähnlich verhält wie noch vor einigen Wochen, als die Krise im Iran einen ähnlichen Effekt ausgelöst hatte.

„Das Coronavirus verringert die Risikofreudigkeit der Anleger, was sich auf den chinesischen Aktienmärkten bemerkbar macht…und bei Bitcoin. Was vorher die Auswirkungen der Iran-Krise waren, sind jetzt die chinesischen Aktienmärkte“, wie Light feststellt.

Daraus schlussfolgert er:

„Wenn es jemals einen Beweis gebraucht hat, jetzt können wir klar sehen, dass Bitcoin auf der weltweiten Bühne angekommen ist.“

Bitcoin vs. Chinese equities

Bitcoin-Kurs im Vergleich zum chinesischen Aktienmarkt. Quelle: Light/ Twitter

Chinesisches Neujahr wirkt sich wieder aus

Das Coronavirus breitet sich mittlerweile über die Grenzen Chinas aus, obwohl die dortigen Behörden ihre Schutzmaßnahmen intensiviert und Reiseverbote verhängt haben.

In den letzten Sieben Tagen hat Bitcoin etwas mehr als 6% verloren und liegt zuletzt auf 8.300 US-Dollar. Der Faktor Virus kommt dabei zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, da das chinesische Neujahrsfest traditionell ohnehin Verkaufsdruck auf Bitcoin auslöst.

Wie die Daten des Krypto-Analysten Alex Krueger zeigen, hat Bitcoin in den vergangenen Jahren im Vorlauf auf das Neujahrsfest wiederholt Abschwünge hingelegt.

Im Jahr 2019 ging es in der Woche vor dem Fest allerdings nur um leichte 0,2% zurück, weshalb Krueger auch in diesem Jahr keinen Grund zur Panik sieht.

„Nichts Besonderes“, wie er dementsprechend am 22. Januar schreibt.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, wehren sich einige Experten gegen die These, dass Bitcoin von weltpolitischen Ereignissen beeinflusst wird.

Nichtsdestotrotz zeigt sich immer wieder, dass sich Entwicklungen in China auch auf die Kryptomärkte auswirken, was womöglich mit dem Krypto-Verbot zusammenhängt, das Peking bereits 2017 verhängt hat. Trotzdem ist das Land Spitzenreiter in Sachen Krypto-Mining, weshalb es beträchtlichen Einfluss auf die Branche hat.