"Poketoshi"-Spiel bringt Nintendos Pokémon aufs Bitcoin Lightning Network

Der portugiesische Softwareentwickler João Almeida hat "Poketoshi" entwickelt, eine Plattform, über die Nutzer das beliebte Nintendo Pokémon-Spiel auf dem Lightning Network (LN) spielen können, wie ein Beitrag von Next Web von heute, dem 19. Juni berichtet.

Das Lightning Network ist eine Zweitschichtlösung für Bitcoin Skalirbarkeitsgrenzen, bei der Zahlungskanäle zwischen Nutzern geöffnet werden, die einen Großteil der Transaktionen "off-chain" abwickeln und lediglich Nettoresultate auf der Haupt-Blockchain speichern.

Almeida’s Poketoshi nutzt das LN zusammen mit der Live-Streaming-Videoplattform Twitch, wodurch die Nutzer in dem Spiel über einen Online-Chatroom miteinander interagieren können - genau wie in der existierenden Serie "Twitch Plays Pokémon".

Poketoshi verwendet auch einen LN-kompatiblen virtuellen Controller, damit Spieler Kommandos erteilen können, wobei jedes Kommando 10 Satoshi kostet. Ein Satoshi entspricht etwa einem Hundert-millionstel eines einzigen Bitcoin.

Zahlungen werden durch OpenNode getätigt, ein im LN verwendbarer Bitcoin-Zahlungsprozessmechanismus. Das Spiel testet auf spielerische Art, inwiefern das ehrgeizigen Ziel des Lightning-Protokolls, sofortige off-chain BTC-Zahlungen in hohen Volumen zu vereinfachen, erreicht wird.

Wie Next Web anmerkt, verweisen einige Poketoshi-Nutzer bereits ironisch auf die berüchtigte Rivalität zwischen den Befürwortern von Bitcoin Cash (BCH) bzw. LN, wobei Erstere argumentieren, dass der BCH-Hard-Fork ist eine bessere Antwort auf Bitcoins Skalierbarkeitsfrage als die LN-Zweitschichtlösung.

Unter den Tweets der Poketoshi-Spieler leidet ein Avatar namens "BCash" besonders unter dem bitteren Schicksal der neuen LN-Spieleplattform:

Laszlo Hanyecz, der Mann, der berühmt für den Kauf von zwei Pizzen - und damit für die erste verzeichnete BTC-Sachgut-Transaktion - ist, die er damals 2010 für 10.000 BTC erwarb, wiederholte seinen historischen Kauf im Februar dieses Jahres mit dem Lightning Network. Allerdings musste einer seiner Freunde in London einen "Unterauftrag" für die Pizza-Lieferung an eine lokale Pizzeria weiterleiten, um per LN zu bezahlen, da die Software für Atomic-Pizza/Bitcoin-Swaps" noch nicht verfügbar ist.

Im März unternahm das LN einen weiteren massiven Schritt in Richtung Massenadaption, indem die ersten Hauptnetz-Produktimplementierungen online gingen und diverse weitere Nutzer-orientierte Tools durch private Entwickler dazukamen.

Die erste mobile Nutzer-Wallet für das Lightning Network kam am 4. April auf den Markt.