Portugiesische Steuerbehörde: Bitcoin-Handel und Zahlungen steuerfrei

Die portugiesische Steuerbehörde hat klargestellt, dass sowohl der Kryptowährungshandel als auch Kryptozahlungen im Land nicht besteuert würden, wie Cointelegraph en Español am 27. August berichtete.

Laut einem Bericht der portugiesischen Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios vom 26. August hat die portugiesische Steuer- und Zollbehörde bestätigt, dass Kryptotransaktionen oder Zahlungen von der Mehrwertsteuer befreit seien.

Die Behörde ließ diese Erklärung einem lokalen Kryptounternehmen zukommen und veröffentlichte eine offizielle Entscheidung dazu. In dem Dokument erklärt die Behörde, dass der Austausch von Krypto gegen Fiatgeld umsatzsteuerfrei sei. Sie fügte hinzu, dass Kryptonutzer keine Einkommensteuer zahlen müssten.

Portugal zitiert eine Entscheidung aus dem Jahr 2015 zur Kryptosteuerbefreiung.

In der offiziellen Erklärung zitierte die portugiesische Steuerbehörde eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2015 im Fall um das große schwedische Bitcoin (BTC)-Portal Bitcoin.se und seinen Moderator David Hedqvist.

Wie damals berichtet wurde, hat das Gericht entschieden, dass Bitcoin ein Zahlungsmittel sei und dass der Tausch daher von der Mehrwertsteuer befreit werden sollte. Das schwedische Finanzamt stellte sich daraufhin jedoch gegen das Urteil und behauptete, das Gericht habe die Angelegenheit nicht vollständig verstanden.

Vorhergehende Haltung zum Thema Krypto

Dieser Bestätigung ging eine Steuerentscheidung der portugiesischen Steuerbehörde voraus, nach der Kryptowährungen im Land nicht besteuert würden. In einem von der Behörde veröffentlichten Dokument aus dem Jahr 2016 heißt es, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Krypto in Portugal nicht der Einkommensteuer unterliegen würden.

Anfang 2013 veröffentlichte die portugiesische Zentralbank Banco de Portugal eine Erklärung, in der sie sich auf ein Schriftstück aus dem Jahr 2012 von der Europäischen Zentralbank bezog, bei dem es um Krypto ging. 

Die portugiesische Bank äußerte Bedenken hinsichtlich der Anerkennung von Bitcoin durch die EZB als "Phänomen der Innovation bei virtuellen Währungsmodellen". Außerdem behauptete sie, dass Bitcoin nicht als sichere Währung angesehen werden könne, da er von unregulierten Unternehmen ausgegeben werde.