Der Trend hin zum Proof-Of-Stake (PoS) Konsensverfahren wird sich zunehmend verstärken, da mehrere entsprechende Projekte im Laufe des Jahres 2019 an den Start gehen werden. Dies berichten die Analysten von Diar am 18. März in einer neuen Studie.

Das Proof-Of-Stake Verfahren wird schon bei einigen großen Kryptowährungen wie zum Beispiel Eos , Dash (DASH) und Tron (TRON) eingesetzt und gewinnt kontinuierlich an Stellenwert innerhalb der Branche.

In diesem Jahr soll ein halbes Dutzend an weiteren PoS Projekten hinzukommen, wobei die Blockchain-Plattform Cosmos (ATOM) als Vorbild dient, die 2017 in einem Initial Coin Offering 17 Mio. US-Dollar an Investitionskapital einsammeln konnte.

Das Proof-Of-Stake Verfahren berechnet anhand der „Anteile“ (Englisch: Stakes), die ein Netzwerkteilnehmer hält, wer den nächsten Block produzieren darf. Das PoS steht damit im Gegensatz zu Proof-of-Work, das derzeit gängige Konsensverfahren, und würde Mining bzw. den damit verbunden hohen Energieaufwand obsolet machen, allerdings hat auch das PoS Verfahren seine Nachteile.

Die meisten Kryptowährungen setzen deshalb bisher nur teilweise auf PoS, auch die Anzahl der auf einem Netzwerk „gestaketen“ Coins schwankt stark. EOS ist die größte PoS Kryptowährung, wobei 47% von dessen gesamter Umlaufmenge durch das Verfahren generiert wurden. Dies entspricht laut Diar einem Gegenwert von 1,8 Mrd. US-Dollar.

Auf Platz Zwei liegt Dash, der 431 Mio. US-Dollar durch PoS geschaffen hat, während Cosmos auf 309 Mio. US-Dollar kommt. Insgesamt beträgt der Wert aller durch PoS generierten Coins also schon beachtliche 4 Mrd. US-Dollar.

Diar erklärt in diesem Zusammenhang: „EOS hatte zum Start des Hauptnetzwerkes noch Probleme mit der geringen Anzahl an PoS-Teilnehmern, doch mittlerweile hält sie schon mehr als die Hälfte des kumulierten PoS Gesamtwertes.“

Wie Cointelegraph vergangenen Monat berichtet hatte, arbeitet die bekannte amerikanische Universität MIT derzeit an einem neuen Format für Kryptowährungen, das auf PoS basiert ist. Mit Ethereum plant sogar einer der Marktführer, im Jahr 2021 auf das Verfahren umzusteigen.

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