Blockchain-Investmentplattform zieht Kaufangebot für englischen Zweitligisten zurück

SportyCo, eine Blockchain-Investmentplattform für den Profi-Sport, wird nicht den englischen Zweitligisten Hull City AFC aufkaufen, wie am 1. Mai aus einer Meldung von Next Web hervorgeht.

Wie anonyme Quellen gegenüber Next Web angegeben haben, lag der geforderte Kaufpreis deutlich über dem Angebot von SportyCo. Die Quellen sprechen hier davon, dass der Kaufpreis letztendlich „höher als der tatsächliche Marktwert“ war, weshalb das Angebot nun zurückgezogen wurde.

Das Sportportal SportsPro hatte vergangenen Oktober berichtet, dass sich SportyCo mit dem Fanclub Hull City Supporters Trust (HCST) zusammengetan hatte, um gemeinsam ein Angebot in Höhe von 45 Mio. Britischen Pfund für den Kauf des Fußballclubs abzugeben. Der HCST will dadurch das Band zwischen Verein, Fans und Region stärken.

Geoff Bielby, der Vorsitzende des HCST, korrigiert gegenüber Next Web allerdings, dass seine Organisation den Verein nicht ganzheitlich kaufen wolle, wie es von einigen Medien ursprünglich berichtet wurde. So stellt er richtig: „Wir treten im Rahmen der Übernahmeverhandlungen nicht als Hauptinvestor auf, sondern sind lediglich ein Nebeninvestor, der die Fans vertritt“. Des Weiteren weist Bielby die Behauptung zurück, dass der Kauf des Fußballclubs mit Kryptowährungen durchgeführt werden sollte.

Wie zuvor berichtet, ist der Premier League Verein West Ham United eine Kooperation mit der Blockchain-Plattform Socios.com eingegangen, um ein Token-System für seine Fans zu entwickeln. Über den entsprechenden Token sollen die Fans der Fußballmannschaft Stimmrechte erhalten, die sie in Abstimmungen auf der Socios-App einlösen können.

Tron Geschäftsführer Justin Sun hatte unterdessen in einer Twitter-Nachricht mitgeteilt, dass das Unternehmen hinter der elftgrößten Kryptowährung Tron (TRON), als Sponsor beim englischen Traditionsverein FC Liverpool einsteigen würde. Im Nachhinein wurde diese Meldung allerdings dementiert.