Der CEO von Rumäniens größter Kryptobörse Coinflux soll Berichten zufolge mit einem Haftbefehl aus den USA wegen Betrugs, organisierter Kriminalität und Geldwäsche verhaftet worden sein, berichtete die lokale Nachrichtenagentur Mediafax am 13. Dezember. Coinflux hat daraufhin alle digitalen Börsen eingestellt.

Coinflux wurde 2015 im rumänischen Cluj gegründet und ist eine Online-Plattform für den Handel mit digitalen Währungen. Die Börse hat Berichten zufolge ein gesamtes Transaktionsvolumen von 200 Mio. Euro und handelt mit Bitcoin , Ethereum , Litecoin und Ripple .

Vlad Nistor, der CEO und Gründer von Coinflux, wurde angeblich auf Antrag von US-Staatsanwälten auf rumänischem Territorium festgenommen. Nistor wird mutmaßlicher betrügerischer Aktivitäten, organisierter Kriminalität und Geldwäsche vorgeworfen. Die Frage der Auslieferung von Nistor an die USA wird Berichten zufolge vor dem Appeals Court of Bukarest verhandelt.

Nach der angeblichen Festnahme veröffentlichte Coinflux die Ankündigung, dass die Börse jeden Handel ausgesetzt habe, während die Bankkonten des Unternehmens gesperrt wurden. Coinflux erklärt, die laufenden Ermittlungen hätten auch den Zugang zu einigen Teilen der Plattform eingeschränkt.

Im Juli 2018 veröffentlichte das rumänische Finanzministerium einen Entwurf für eine Notfallverordnung, die die Ausgabe von elektronischem Geld regelt. Dem Dokument zufolge muss jede juristische Person, die elektronisches Geld ausgeben möchte, über ein Grundkapital von mindestens 350.000 € verfügen, während ihre Mitglieder der Genehmigung der rumänischen Nationalbank (BNR) unterliegen.

Während der erste Bitcoin Geldautomat im Jahr 2014 auf den Markt kam, dauerte es etwa drei Jahre, bis die rumänischen Behörden einen erweiterten Kommentar zu Kryptowährungen verlegten. Ilan Laufer, rumänischer Umweltminister für Wirtschaft, Handel und Unternehmertum, drückte 2017 seine Überzeugung von Kryptowährungen aus, stellte jedoch fest, dass der Bereich offiziell reguliert werden sollte.

Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.