China: Erste börsennotierte Mining-Firma macht 23 Mio. US-Dollar Verlust

Das börsennotierte chinesische Bauunternehmen Huatie HengAn, das zur Mining-Firma umstrukturiert wurde, ist jetzt verkauft worden, nachdem das Geschäft einen Wertverlust von mehr als 90% hinnehmen musste. Dies berichtet das englischsprachige Krypto-Nachrichtenportal 8btc am 19. April.

Demnach wurde das Unternehmen nun für 1,8 Mio. US-Dollar veräußert, ein dramatischer Wertverlust in kürzester Zeit, da zuvor noch ein Marktwert von 25,3 Mio. US-Dollar zu Buche stand. Laut Bericht ist die Huatie HengAn als Tochter des Mutterkonzerns Huatie eingetragen und bietet vorrangig Cloud-Dienstleistungen an.

8btc weist jedoch darauf hin, dass aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens hervorgeht, dass es 36.500 Computergeräte von den Herstellern Avalon und Ebang gekauft hat. Im Geschäftsbericht sind diese zwar als Server ausgewiesen, allerdings sind die beiden Hersteller für Mining-Hardware bekannt, die speziell auf sogenannte ASIC-Chips zugeschnitten ist. Dies sind also keine klassischen Server im eigentlichen Sinne.

Des Weiteren erklärt 8btc, dass der Verkauf der Firma für viel Wirbel in der chinesischen Kryptobranche gesorgt hat, da es sich hier wohl um das erste börsennotierte Unternehmen handelt, das Krypto-Mining betrieben hat. Der für den Mutterkonzern entstandene Verlust soll sich nach dem Verkauf immer noch auf 14 Mio. US-Dollar belaufen. Hinzu kommen ursprüngliche Investitionskosten von 25 Mio. US-Dollar.

Der Bericht schlüsselt auf, dass das Mining-Unternehmen insgesamt 7,9 Mio. US-Dollar Umsatz gemacht hat, wohingegen sich die Verluste am 28. Februar auf 23,5 Mio. US-Dollar belaufen. Letztendlich ist der Gesamtwert der Huatie HengAn damit auf die oben genannten 1,8 Mio. US-Dollar abgerutscht.

Die Forschungsabteilung der Krypto-Handelsplattform BitMEX hatte am 12. April auf Twitter gemeldet, dass Miner der Kryptowährung Bitcoin SV (BSV) einen Gesamtverlust von 2,2 Mio. US-Dollar hinnehmen mussten, was die schwierige Lage der Mining-Branche erneut unterstrichen hat. Diese Situation ist wiederum hauptsächlich durch den Crash der Kryptomärkte bedingt.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, erwägt eine chinesische Regierungsbehörde, Krypto-Mining gänzlich zu verbieten. Anfang April hatte ein Sprecher von Hong Kongs Finanzaufsicht darauf hingewiesen, dass Mining unter die bestehenden Gesetze fällt, weshalb Verstöße hier ebenfalls mit entsprechenden Strafen einhergehen.