Coinbase stellt Ex-AWS-Mitarbeiter für Entwicklung von Staking-Lösungen ein

Der große US-Kryptobörsen- und Wallet-Service Coinbase hat Berichten zufolge einen langjährigen Mitarbeiter von Amazon Web Services eingestellt, der Staking- und Governance-Lösungen für seine Krypto-Depotdienste entwickeln soll. Das wurde am 4. März von The Block berichtet.

Unter Berufung auf ein angebliches internes Memo wird im Bericht behauptet, dass Luke Youngblood, ein ehemaliger Hauptlösungsarchitekt bei AWS, für die Entwicklung neuer Staking- und Governance-Produkte eingestellt wurde. Diese sollen Berichten zufolge "Coinbase Custody-Kunden die Möglichkeit bieten, nahtlos mit Kryptonetzwerken zu interagieren und gleichzeitig die größtmögliche Sicherheit ihrer Vermögenswerte auf den Custody-Depots zu gewährleisten".

Bei Redaktionsschluss wurde das LinkedIn-Profil von Youngblood noch nicht aktualisiert, so dass es die neue Anstellung anzeigt.

Youngblood ist Berichten zufolge auch der Gründer und technische Leiter der Kryptofirma Blockscale, sowie anscheinend an Tezos-Treffen und am Tezos Stack Exchange beteiligt, einem Q&A-Forum für das Tezos Blockchain-Projekt. Diese Details sind allerdings ebenfalls nicht in seinem LinkedIn-Profil enthalten.

Dort antwortete ein Nutzer unter dem Namen Luke Youngblood auf Fragen zu Tezos "Back"-System, das es Token-Inhabern ermöglicht, ihre eingesetzten Gelder an einen "Bäcker" zu delegieren, um Blockbelohnungen zu generieren.

Wie bereits berichtet, handelt es sich bei Staking-Lösungen im breiteren Sinne auf Mechanismen, bei denen Einsatznachweis (PoS)-Investoren eine Form von "Zinsen" auf ihre Beteiligungen erhalten können.

Das funktioniert, indem Investoren Token als Sicherheit in einer digitalen Wallet hinterlegen ("Staking"), die als ein Knoten fungiert, der in einem Wettbewerb um die Validierung von Blöcken im Netzwerk steht. Im Gegensatz zum Arbeitsnachweis (PoW), bei dem Mining eingesetzt wird, so behaupten einige Leute, können solche PoS-Systeme den Teilnehmern somit eine alternative Einnahmequelle vor dem Hintergrund des rückläufigen Kryptomarkts bieten.

Bei Redaktionsschluss haben weder Coinbase noch Tezos auf die Bitten von Cointelegraph um eine Stellungnahme reagiert.

Letzten Monat hat der Coinbase-CEO und -Mitbegründer Brian Armstrong vier seiner Meinung nach häufige Missverständnisse über Krypto-Depotlösungen beschrieben, insbesondere in Bezug auf PoS-basierte Kryptowährungen, wie etwa Tezos, sowie auf Hot- und Cold-Wallet-Speichersysteme.