Indien plant offenbar kein generelles Verbot digitaler Währungen, sondern wird diese als Waren behandeln, berichtete die News-Seite Quartz am 11. Juli unter Verweis auf eine anonyme Quelle in der Regierung.

Wie Quartz berichtet, hat ein Panel des Finanzministeriums eine Studie über Kryptowährungen in Auftrag gegeben, die darauf hindeutet , dass die Regierung diese künftig wie Waren behandeln würde. Ein hochrangiger Regierungsbeamter mit Kenntnis einer diesbezüglichen Podiumsdiskussion sagte Quartz, er bezweifle, dass die Regierung Kryptowährungen verbieten wolle.

Die Quelle besagt, dass das Hauptanliegen der Regulatoren darin besteht, den Handel effektiv zu regeln und herauszufinden, "woher das Geld kommt". Sie fügte hinzu: "Wenn wir es als Ware zulassen, können wir den Handel besser regulieren, und deswegen wird dies aktuell geprüft".

Der Beamte sagte Quartz, dass der Ausschuss sich vor allem um die Kontrolle von Investoren und Fonds kümmere, um Geldwäsche und die Finanzierung illegaler Aktivitäten zu bekämpfen:

"Handel ist keine Straftat. Die meisten von uns handeln in verschiedenen Anlageklassen an der Börse. Also, was ist der Unterschied zum Kryptowährungshandel? Es muss ein Mechanismus vorhanden sein, der sicherstellt, dass das verwendete Geld kein illegales Geld ist, und die Verfolgung seiner Herkunft ist dabei das Wichtigste."

Laut Quartz hat der ehemalige stellvertretende Gouverneur der Reserve Bank of India (RBI), R. Gandhi, argumentiert, dass die Behandlung von Kryptowährungen als Waren den Investoren deutlich zeigen würde, dass Kryptowährungen keine wirklichen Währungen seien:

"Wenn diese zur Abwicklung von Transaktionen verwendet werden, dann bekommen Sie Währungs-Charakter. Das ist also eine Sache, bei der man vorsichtig sein muss. Aber wenn Menschen in eine Ware investieren wollen, dann ist das anders, denn dann können wir davon ausgehen, dass sie sich der damit verbundenen Risiken bewusst sind."

Im Mai hatte die RBI bekannt gegeben, dass sie keine Dienstleistungen mehr für Personen oder Unternehmen erbringen wird, die sich mit Kryptowährungen befassen, obwohl die Bank vorher angekündigt hatte, in Zukunft eine eigene Kryptowährung herausgeben zu wollen. Im Januar kritisierte das indische Finanzministerium (BTC) und andere digitale Währungen wegen ihres fehlenden inneren Wertes. Das indische Finanzministerium sagte, es gebe "ein reales und erhöhtes Risiko einer Investitionsblase, ähnlich derer von Pyramidenspielen, was zu einem plötzlichen und anhaltenden Absturz mit entspechenden Folgen für Investoren führen" könne.

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