Ripple bringt weitere 500 Mio. XRP in Umlauf und sorgt damit für Unmut unter den Anlegern

Der Krypto-Zahlungsdienstleister Ripple hat 500 Mio. XRP-Tokens von seinen Treuhandkonten auf das eigene Netzwerk verschoben, wie der Krypto-Informationsdienst Whale Alert am 3. September berichtet.

Demnach hat die in San Francisco ansässige Firma 500 Mio. Einheiten XRP, was beim aktuellen Kursstand einem Gegenwert von ungefähr 130 Mio. US-Dollar entspricht, auf die Ripple Blockchain transferiert. Die heutige Transaktion reiht sich in ähnliche große Transaktionen ein, die das Unternehmen zuletzt getätigt hatte und die bereits den Zorn von Teilen der Krypto-Community zur Folge hatten. So heißt es, dass XRP durch die Einspeisung von großen Mengen an XRP unweigerlich dafür sorgen würde, dass der Kurs der Kryptowährung immer weiter fällt.

Krypto-Community fühlt sich betrogen

Ende August hatte der Twitter-Nutzer @CryptoBitlord dementsprechend eine Petition auf dem Portal petition.org gestartet, die den Namen „Stoppt den Ripple Preisverfall“ trägt. Bei Redaktionsschluss konnten bereits 3.063 von 10.000 benötigten Unterschriften gesammelt werden. In der dazugehörigen Beschreibung wird Ripple explizit für den Preisverfall von XRP verantwortlich gemacht, da das Unternehmen scheinbar konstant die Umlaufmenge der Kryptowährung erhöht, was das Angebot in Relation zur Nachfrage überproportional steigen lässt und damit einen Kursrückgang bedingt.

In den vergangenen Monaten ist der Kurs von XRP stetig gefallen, obwohl Ripple in den letzten Quartalen eine immer größer werdende Nachfrage nach XRP feststellt, was sich in gesteigerten Verkäufen widerspiegelt. So hat das Unternehmen im Q2 XRP-Tokens im Wert von 251,51 Mio. US-Dollar verkauft, was einem Quartalsanstieg von 48% entspricht.

Kursverfall trotz steigender Nachfrage

Daraus schlussfolgert der Twitter-Nutzer CryptoBitlord, dass Ripple für den schwächelnden XRP Kurs verantwortlich ist, denn schließlich „werden immer neue Partnerschaften mit Firmen oder Banken angekündigt“ und nichtsdestotrotz fällt die Kryptowährung immer weiter. Erst im August hatte die PNC, die achtgrößte Bank der USA, die fast 400 Mrd. US-Dollar an Vermögen verwaltet, angekündigt, zukünftig die Ripple Blockchain für internationale Zahlungen einzusetzen.

Auch der Zahlungsdienstleister Xendpay hatte sich kürzlich dem RippleNet angeschlossen, um die eigenen internationalen Zahlungen zu beschleunigen. Die südkoreanische Holding-Gesellschaft SK C&C plant derweil eine Spenden-Plattform, die ebenfalls auf Ripple basiert.

 Die XRP Anleger wünschen sich dementsprechend, dass Ripple die Umlaufmenge nicht weiter erhöht, damit sie von der steigenden Nachfrage profitieren können und der Kurs wieder wächst, allerdings scheint die Strategie des Unternehmens momentan eine andere zu sein.