Südkoreanischer Regierungsmitarbeiter für Kryptoregulierung an Herinfarkt gestorben

Ein Regierungsmitarbeiter in Südkorea, der politische Maßnahmen gegen Kryptowährungen entwickelt hatte, wurde tot in seinem Haus in Seoul aufgefunden. Das geht aus Berichten des Wall Street Journal (WSJ) vom 19. Februar hervor.

Das WSJ berichtet, der Beamte sei Jung Ki-joon, der 52-jährige Leiter der Wirtschaftspolitik beim Amt für regierungspolitische Koordinierung. Ki-Joon soll am Sonntag, dem 18. Februar, im Schlaf an einem Herzinfarkt gestorben sein.

Im November 2017 hat die südkoreanische Regierung wöchentliche Treffen der Vizeminister zur Regulierung des Kryptowährungsbetriebs veranstaltet. Der verstorbene Regierungsmitarbeiter war verantwortlich für die Integration der Meinungen verschiedener Ministerien und Büros für Treffen. Diese wurden von Hong Nam-ki, dem Minister des Büros für regierungspolitische Koordinierung, geleitet.

Die Kollegen des Regierungsmitarbeiters erklärten, dass er im vergangenen Jahr unter extremem Druck gestanden hatte, weil er einen stressigen Posten inne hatte. Bei diesem Posten geht es um die Entwicklung einer Regulierung gegen die Spekulation mit Kryptowährungen.

Die Polizei hat eine Untersuchung über den plötzlichen Tod des Regierungsmitarbeiters eingeleitet, obwohl dieser Berichten zufolge ein natürlicher gewesen sei.

In Südkorea, dem weltweit größten Markt für Kryptowährungen, hat es viel Verwirrung in Sachen Kryptowährungen gegeben. Am 11. Januar schlug das Justizministerium ein Verbot des Kryptowährungshandels vor, das später von einigen Medien als Bekanntgabe eines wirksamen Verbots missinterpretiert wurde. Das südkoreanische Ministerium für Strategie und Finanzen teilte später mit, dass es dem Vorschlag nicht zustimme.

Am 14. Februar antwortete die Regierung von Südkorea auf eine Online-Petition gegen Krypto-Regulierung. In einer veröffentlichten Erklärung machte Hong Nam-ki deutlich, dass es kein Handelsverbot für Kryptowährungen geben werde. Er betonte jedoch, dass "die Regierung immer noch durch viele verschiedene Meinungen gespalten ist. Diese reichen von einem direkten Verbot des Kryptowährungshandels bis hin zur Integrierung von Institutionen, die sich mit der Währung beschäftigen."