Santander unterstützt britischen Banken-Boykott gegen Kryptobörse Coinbase

Kunden der spanischen Großbank Santander können offenbar nicht mehr ihre Fiat-Gelder bei der großen Kryptowährungsbörse Coinbase einzahlen.

Laut einer unverifizierten Meldung auf Reddit vom 14. August hat dies ein Santander-Vertreter telefonisch auf Nachfrage mitteilt.

Boykott auf Coinbase beschränkt

Der Informant gibt an, telefonisch benachrichtigt worden zu sein, worauf dieser eine Beschwerde bei der Beschwerdestelle der Bank einreichte. In Folge habe diese bestätigt, dass der Kunde zu einer anderen Bank wechseln müsste, um die von ihm gewünschte Zahlung durchführen zu können.

Laut der Beschwerdestelle soll die Beschränkung mit der Ziel der Bank zusammenhängen, einer mutmaßlichen Zunahme von Betrugsfällen mit Coinbase-Bezug zu begegnen.

Der Beitrag wurde mittlerweile mehr als 100 Mal kommentiert.. Mindestens drei Reddit-Nutzer gaben an, sie könnten ihr Santander-Konto weiterhin mit Coinbase verwenden. Mindestens einer der Kommentatoren gab sich als US-Bürger aus.

Ein weiterer Kommentator merkte an, dass Santander mittlerweile offenbar auch Auszahlungen von BitStamp in Portugal und Spanien blockiert.

In einem Folgekommentar stellte der ursprüngliche Poster fest, die Maßnahmen könnten auch zeitlich befristet sein, bis Coinbase seine Betrugsbekämpfung verbessere. Er merkte an, Santander habe darauf hingewiesen, dass sich "dies auf Coinbase und nicht auf Kryptowährungen im Allgemeinen" beziehe.

Barclays stoppt Zusammenarbeit mit Coinbase

Die vermeintlichen Maßnahmen von Santander in Großbritannien knüpfen an aktuelle Berichte an, denen zufolge der britische Bankenriese Barclays seine eigenen Verbindungen zu Coinbase abgebrochen hat. Die Bank hatte Coinbase-Anwendern seit März letzten Jahres Zugang zum britischen Faster Payments System gewährt und damit die Möglichkeit ihre Guthaben in britischen Pfund Sterling abzuheben.

Offiziell hat Coinbase bislang die Meldungen nicht bestätigt. Gleiches gilt für die Bahauptung, Coinbase werde seinen britischen Kunden Auszahlungen über die noch sehr junge und wenig etablierte Clearbank ermöglichen.