Singapurs Zentralbank hat mit Facebook Gespräche über die geplante Kryptowährung Libra geführt, berichtete Bloomberg am 27. Juni.
Ravi Menon, der Geschäftsführer der Monetary Authority of Singapore, hat in Bezug auf Libra potenzielle Vorteile, wie z.B. niedrigere Gebühren bei Zahlungen bestätigt. Er sagte aber auch, die Regulierungsbehörde müsse genau verstehen, wie das System des Technologieriesen funktionieren werde.
Laut Menon ist es nicht nur unklar, ob Libra eine bessere Alternative zu anderen elektronischen Zahlungsmechanismen bieten könne. Singapur würde vor dem Treffen einer Regulierungsentscheidung auch Zusicherungen zu Sicherheits- und Datenschutzfragen einholen. Auf einer Pressekonferenz sagte er:
"Die größte Herausforderung besteht darin, die Natur des Biestes zu verstehen. Was sind seine Eigenschaften und in welche Kiste können wir es legen? Bei diesem Punkt sind wir uns noch nicht sicher."
Menon warnte auch davor, die von den Zentralbanken weltweit geäußerten Bedenken seien "nicht trivial".
Facebook ist seit der Vorstellung des Whitepapers für seine lang erwartete Kryptowährung von Regulierungsbehörden erheblich kritisiert worden.
Anfang dieser Woche warnte der Gouverneur der Bank von Frankreich, Villeroy de Galhau, Libra werde die Bankbestimmungen des Landes einhalten müssen und möglicherweise für den Einsatz eine Lizenz benötigen.
Das United States House Financial Services Committee will am 17. Juli eine gesonderte Anhörung über Libra abhalten.
Der Chef der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) forderte Regierungen und Zentralbanken auf der ganzen Welt auf, bei der Schaffung eines internationalen Regulierungsrahmens zusammenzuarbeiten.
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