Singapur mahnt 8 Kryptobörsen zur Einhaltung - ICO muss Verkauf einstellen

Die Zentralbank von Singapur hat heute, 24. Mai, mitgeteilt, dass sie eine Warnung an acht Kryptowährungsbörsen hinsichtlich der Einhaltung von Wertpapier-Gesetzen geschickt habe und einem ICO angeordnet habe, die Ausgabe von Token einzustellen.

In einer Presseerklärung wiederholte die Finanzaufsichtsbehörde von Singapur (MAS), Betreiber im Stadtstaat seien "dafür verantwortlich, alle relevanten Gesetze einzuhalten".

Die Warnungen setzen die diesjährigen Maßnahmen der Behörden fort. Dabei zielt Singapur darauf ab, eine tolerante, aber regulierte Umgebung für Blockchain- und Kryptowährungs-Unternehmen zu bieten.

"Die Zahl der digitalen Token-Börsen und digitalen Token-Angebote in Singapur hat zugenommen", kommentierte der stellvertretende leitende Direktor der Kapitalmärkte bei der MAS Lee Boon Ngiap:

"Wir sehen keine Notwendigkeit, sie einzuschränken, wenn es sich um legitime Unternehmen handelt. Sollte jedoch eine digitale Token-Börse, ein Emittent oder ein Mittelsmann gegen unsere Wertpapiergesetze verstoßen, wird die MAS strenge Konsequenzen ziehen."

In der Pressemitteilung werden die konkreten Börsen und der betroffene ICO-Emittent nicht genannt.

Die Praxis des Handels mit digitalen Token, die unter verschiedenen Jurisdiktionen Wertpapiere darstellen könnten - ohne jedoch eine offizielle Lizenz dafür zu besitzen - ist seit der ICO-Welle im Jahr 2017 zu einem häufigen Phänomen geworden.

Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt, besonders in den USA, haben wiederholt gewarnt, dass bestehende Gesetze eingehalten werden müssen, und ergreifen weiterhin Maßnahmen gegen diese Akteure ein, die dies nicht tun.

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