Cointelegraph
Arijit Sarkar
Verfasst von Arijit Sarkar,Ehemaliger Redaktionsautor
Ana Paula Pereira
Geprüft von Ana Paula Pereira,Redakteur

Südkorea führt Tracking-System für Kryptowährungen im ersten Halbjahr 2023 ein

Das „Virtual Currency Tracking System“ soll die Transaktionsdaten von Blockchain-Netzwerken analysieren, um daraus Rückschlüsse auf womöglich illegale Geldbewegungen zu ziehen.

Südkorea führt Tracking-System für Kryptowährungen im ersten Halbjahr 2023 ein
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Das Justizministerium von Südkorea hat angekündigt, dass ein Tracking-System für Kryptowährungen eingeführt werden soll, um die Geldwäschebekämpfung (AML) in dem Sektor zu verbessern und Gelder aus kriminellen Aktivitäten zurückholen zu können.

Das sogenannte „Virtual Currency Tracking System“ soll die Transaktionsverläufe von Blockchain-Netzwerken durchleuchten, aus diesen alle relevanten Transaktionsdaten ziehen und anhand dieser wiederum den Sender bzw. Empfänger der Krypto-Gelder checken. Dies berichtet das südkoreanische Nachrichtenportal khgames.

Während das entsprechende System noch im ersten Halbjahr 2023 an den Start gehen soll, kündigt das Justizministerium bereits an, dass in den zweiten Jahreshälfte noch ein zweites, unabhängiges Tracking-System lanciert werden soll. Dahingehend heißt es in der Ankündigung:

„Als Antwort auf immer technisch versierte Verbrecher werden wir unsere forensische Infrastruktur entschieden verbessern. Dazu werden wir ein Strafverfolgungssystem aufbauen, das den internationalen Standards entspricht.“

Die südkoreanische Polizei hat zudem Vereinbarungen mit den fünf großen Kryptobörsen des Landes getroffen, damit diese beim Kampf gegen die kriminelle Nutzung von Kryptowährungen helfen und den Handel der Anlageklasse für Nutzer insgesamt sicherer machen.

Des Weiteren hat der oberste Gerichtshof von Südkorea jüngst entschieden, dass die Kryptobörse Bithumb Schadensersatz wegen eines mehr als einstündigen Ausfalls am 12. November 2017 zahlen.

So muss die Kryptobörse nun Entschädigungen zwischen umgerechnet 6 bis 6.400 US-Dollar an die betroffenen 132 Krypto-Nutzer überweisen.

 

„Die Last oder die Kosten für technologisches Versagen sollten vom Betreiber getragen werden, nicht von den Nutzern, die für die Dienstleistung eine Gebühr bezahlen“, wie das Gericht seine Urteilsfindung erklärt.

 

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