Südkoreanische Biotech-Firma nutzt Blockchain für genomische Massendatenbank

Südkoreas staatliche Biotech-Firma Macrogen, der führende Gensequenzierungsdienstleister des Landes, arbeitet gemeinsam mit der lokalen Technologiefirma Bigster an einer Plattform, die auf genomischen Big-Data-Blockchains basieren soll, wie eine Pressemitteilung vom 6. August bestätigt.

Die neue Partnerschaft wird Blockchain verwenden, um ein großvolumiges Ökosystem für medizinische Daten zu erschaffen, welche sowohl die sichere als auch private Lagerung und den Transfer von großen Mengen sensiblen genomischen und persönlichen Informationen ermöglichen soll.

Wie der Pressebericht anmerkt, verändern Fortschritte in Bereich Genomik die medizinische Landschaft und ermöglichen individuelle, zugeschnittene Diagnosen, Behandlungen und Vorbeugemaßnahmen. Medizinische Big Data, die die Genom-, Gesundheits- und Lifestyle-Informationen von Einzelpersonen umfassen, sind hochsensibel und von außergewöhnlichem Wert für die Pharma- und Gesundheitsbranche.

Im Gespräch mit dem lokalen Nachrichtendienst The Korea Herald kommentierte Macrogens Geschäftsführer Yang Kap-seok:

"Trotz ihres großen Nutzens waren genetische Daten wegen Datenschutzproblemen und technologischen Barrieren bisher schwierig zu bewegen. Wir hoffen, dass unsere bevorstehende Blockchain-basierte Plattform es ermöglichen wird, genetische und medizinischer Gesundheitsdaten frei zirkulieren zu lassen. "

Macrogen und Bigster wollen bis Juni 2019 die Plattform fertigstellen und haben sich vorgenommen, eine genehmigte Blockchain zu gestalten, die den Zugang für bestimmten Institutionen wie Pharmaunternehmen, Biotech-Firmen, Krankenhäusern und Forschungsinstituten einschränken kann.

Wie Cointelegraph im Mai berichtete, lieferte die amerikanische Kooperation aus Nebula Genomics und Longenesis (die Hongkong-Partnerschaft zwischen Insilico Medicine und der Bitfury Group) bereits ein Beispiel für eine erfolgreiche Blockchain im Medizinbereich zum sicheren Austausch genomischer Daten.

Im April kündigte auch der US-amerikanische Gesundheitsversicherungsgigant UnitedHealth Group an, Blockchain-Technologien zu implementieren, um seine Datenbank auf dem neusten Stand zu halten und Daten effizienter, sicherer und schneller zugreifbar zu managen.