Umfrage: Sükoreaner investieren durchschnittlich 5.300 Euro in Krypto

Mehr Südkoreaner als je zuvor kaufen Kryptowährungen und geben mehr Fiat zu diesem Zweck aus, wie der lokale Tagesnachrichtensender Arirang Daily News am 20. April berichtete.

Arirang berief sich auf die Ergebnisse einer Umfrage der gemeinnützigen Organisation Korea Financial Investors Protection Foundation vom Dezember 2018 und erklärte, dass 7,4 Prozent der 2.500 Befragten angegeben hätten, dass sie Kryptowährung gekauft hätten.

Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von einem Prozent, obwohl die Branche dort mit Hürden in Form von einer mehrmals geänderten Regulierung und verschiedenen Hackangriffen auf Börsen konfrontiert war.

Aber nicht nur die Anzahl der Käufer ist angestiegen. Diejenigen, die bereits Krypto besitzen, kauften ebenfalls mehr davon als zuvor.

Im Vergleich zum Jahr 2017 sei die durchschnittliche Investition pro Person um 64 Prozent auf umgerechnet über 5.300 Euro gewachsen, so Arirang.

Der Umfrage zufolge seien es ältere Investoren, die am häufigsten Krypto gekauft hatten: Diese seien in ihren Fünfzigern, gefolgt von den 30- bis 40-Jährigen.

Wie Cointelegraph berichtete, hat der Kursanstieg von Bitcoin (BTC) auf über 4.700 Euro Anfang April einen erneuten positiven Trend, der auf dem südkoreanischen Markt besonders auffällig ist, vorangetrieben. Es gibt ein Phänomen, das als "Kimchi Premium" bekannt ist. Dieses besteht darin, dass lokale Händler eine Prämie für Bitcoin zahlen. Das ist insbesondere an Börsen der Fall, wo diese auf USD lauten.

Die Probleme für die Marktteilnehmer bestehen allerdings weiterhin. Eine südkoreanische Börse hat letzte Woche ihren Betrieb eingestellt. Eine weitere, nämlich Bithumb, ringt weiterhin mit den Folgen eines Hackangriffs, bei dem im März umgerechnet rund 16 Mio. Euro gestohlen wurden.

Indessen hat die Muttergesellschaft von Bithumb eine Investition in Höhe von umgerechnet rund 178 Mio. Euro von einem japanischen Fonds erhalten und anschließend bekanntgegeben, sowohl in die Vereinigten Staaten als auch nach Japan expandieren zu wollen.