Spanische Wertpapieraufsicht: Bislang wurde kein ICO offiziell zugelassen

Die spanische Wertpapieraufsichtsbehörde CNMV hat bestätigt, dass sie bislang kein Unternehmen zur Durchführung eines Initial Coin Offerings (ICO) durch eine offizielle Genehmigung autorisiert hat. Dies berichtete Cointelegraph en Español am 27. März.

Die Regulierungsbehörde gab am 26. März eine offizielle Mitteilung heraus, in der sie betonte, dass die Agentur bisher weder eine Autorisierung oder Überprüfungsbestätigung für ein Projekt im ICO-Sektor erteilt habe.

CNMV betonte daher, dass jedes Whitepaper oder jede andere Dokumentation, die an potenzielle ICO-Investoren geschickt wird, einen Disclaimer enthalten sollte, der klarstellt, dass es "keiner Art von Überprüfung durch die CNMV oder eine andere Verwaltungsbehörde unterzogen wurde", oder eine ähnliche Formulierung in diesem Sinne.

Jede ICO-bezogene Dokumentation, die etwas anderes behaupte, sei unangemessen, betonte die Regulierungsbehörde, es sei denn, der Text sei von der Agentur im Voraus formell überprüft oder genehmigt worden.

Die Agentur fügte hinzu, dass sich ihre Regulierungsaufsicht bisher darauf beschränkt habe, zu bestätigen, dass bei Token, die als Wertpapiere gelten, Token-Verkäufe unter einem bestimmten Schwellenwert keiner Genehmigung durch die Regulierungsbehörde bedürfen. Dieser Schwellenwert wurde als eine Token-Emission von weniger als 5 Mio. EUR festgelegt, die sich an weniger als 150 Kleinanleger richtet - oder anderweitig in Fällen, in denen die Mindestinvestition pro Anleger auf mindestens 100.000 EUR festgelegt wurde.

Die Agentur ergänzte jedoch den folgenden Vorbehalt:

"Dies ist logischerweise unabhängig von der Tatsache, dass die Beteiligung eines Wertpapierdienstleistungsunternehmens gemäß den Bestimmungen von Artikel 35 Absatz 3 des LMV (Spanisches Wertpapiermarktgesetz) und den Bedingungen, die in den von der CNMV diesbezüglich veröffentlichten Kriterien festgelegt sind, erforderlich sein kann."

Wie bereits berichtet, hat die CNMV im Januar dieses Jahres 23 nicht autorisierte Forex- und Kryptowährungseinheiten in ihre Warnliste aufgenommen. Darunter befand sich auch eine Devisen- und Krypto-Börse, die ebenfalls von der polnischen Finanzaufsichtsbehörde für den Betrieb in Polen ohne die erforderliche Lizenz gekennzeichnet worden war.