Studie: Junge Frauen investieren weniger in Kryptowährungen

Eine neue Umfrage des Krypto-Finanzunternehmens Circle, die am 12. September veröffentlicht wurde, belegt, dass junge Frauen nur halb so oft in Kryptowährungen investieren wie junge Männer.

Die in den USA durchgeführte Studie befragte 3.000 Personen aus den Generationen der „Millenials“ (Jahrgang 80-00), „Gen X“ (Jahrgang 65-79) und den „Baby Boomern“ (Jahrgang 46-64). Inhaltlich ging es um Investitionen, die damit verbundene Risikobewertung und die Einstellung zur aufkommende Wertanlage Krypto.  

Laut Umfrage gaben 25% der sogenannten Millenials an, dass sie vorhätten, in den nächsten 12 Monaten eine Digitalwährung zu kaufen. In diesem Aspekt zeigten sie einen 10% Unterschied zu den anderen Generationen. Im Hinblick auf die Geschlechterverteilung gaben 17% der Männer aller Generationen an, in Krypto investieren zu wollen, während lediglich 8% der weiblichen Teilnehmerinnen daran interessiert sind.

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass 71% der jüngsten Generation (Millenials) weniger als 1.000 US-Dollar in Digitalwährungen investiert haben, wovon 42% unter 500 US-Dollar anlegen und 29% zwischen 500-1.000 US-Dollar. Die verbleibenden 29% dieser Gruppe haben eine Investition von mehr als 1.001 US-Dollar getätigt.

Im Bezug auf das Risiko von Krypto-Investitionen zeigten sich jüngere Anleger und männliche Befragte als wagemutiger, wobei die Baby Boomer (älteste Generation) zur Vorsicht tendieren. 42% der Millenial-Männer bezeichneten sich selbst als „aggressive“ Investoren. Im Vergleich: nur 27% der Millenial-Frauen, 34% der Gen X Männer bzw. 19% der Gen X Frauen wählten die gleiche Antwort.

Obwohl Frauen in der Krypto-Sphäre insgesamt immer noch unterrepräsentiert sind, legte eine Markterhebung der London Block Exchange diesen Sommer nahe, dass die Anzahl der Frauen, die über eine Kryptoinvestition nachdenken, sich seit Anfang des Jahres verdoppelt hat. In dieser Umfrage wurde auch festgestellt, dass Frauen 50% weniger in „Fear-Of-Missing-Out“ (Angst etwas zu verpassen) verfallen, da sie Investitionen strategischer angehen.

Ende August hatte das Umfrageinstitut YouGov Omnibus eine Krypto-bezogene Studie unter den Millenials durchgeführt. Darin kam es zu dem Ergebnis, dass 79% der Amerikaner mindestens eine Kryptowährung kennen. Jüngere Menschen waren dabei zu gleichen Teilen an Kryptowährungen interessiert (48%) bzw. desinteressiert (50%).

34% der von YouGov Omnibus befragten Personen gingen nicht davon aus, dass Kryptos breite Akzeptanz finden, wobei die Millenials sich insgesamt positive gegenüber den Kryptowährungen zeigten, denn hier prognostizierten 44% eine breitere (Innovations-)Adoption.