Synthetix macht Trade mit sETH gegen Bug-Bounty rückgängig

Nach einem kürzlichen Orakel-Fehler will die Asset-Emissionsplattform Synthetix einen Trade in Höhe von 37 Mio. synthetischen Ether (sETH) gegen eine Bug-Bounty rückgängig machen, so der Synthetix-Gründer Kain Warwick am 25. Juni.

Der Erklärung zufolge hat Synthetix nun den Handel und die Transfers wieder fortgesetzt, nachdem die Plattform gestern einen Orakel-Fehler hatte. Dadurch wurden mehrere Trades ermöglicht, bei denen die Gewinne um das tausendfache höher waren. Damit wurde bei diesen in weniger als einer Stunde ein Gewinn in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar gemacht.

Warwick, der auch der CEO des australischen Zahlungsunternehmens blueshyft ist, hat näher Einzelheiten zu diesem Vorfall gegeben. Er erklärte, dass eine der APIs auf der Plattform durch den Bug den tausendfachen Preis anstelle des tatsächlichen Kurses für den Koreanischen Won angezeigt hat. Laut Warwick hat das private Kurs-Orakel von Synthetix den Kurs für den Koreanischen Won falsch angezeigt, da das Orakel aufgrund eines "früheren, nicht damit zusammenhängenden Ausfalls, der nicht von unserem System für außergewöhnliche Vorfälle erfasst wurde", durchschnittlich die beiden verbleibenden Kurse als Basis nahm.

Anschließend gelang es einem von mehreren Trading-Bots an der Synthetix-Börse, den Kursfehler zu erkennen und auszunutzen. Damit wurden massive Gewinne aufgrund des falsch angezeigten Kurses für den Koreanischen Won erzielt, so Warwick.

Die Börse stellte anschließend den Orakeldienst und alle Transfers sowie den Handel vorläufig ein, wie es im Post heißt. Synthetix setzte sich dann mit dem Besitzer des Bot in Verbindung. Dieser erklärte sich einverstanden, die Trades gegen eine Bug-Bounty in unbekannter Höhe rückgängig zu machen, so Warwick.

Der Synthetix-Gründer fügte hinzu, dass die Plattform zusätzliche Redundanzmaßnahmen für ihre Kursfeeds ergriffen habe und nun ein effizienteres Ausnahmewerkzeug zur Vermeidung solcher Fehler einsetze.

Ein Blockchain-Orakel ist ein System, das die notwendigen externen Daten bereitstellt, um die Ausführung eines Smart Contract auszulösen, wenn die Bedingungen des Vertrags erfüllt sind. Synthetix.Exchange implementiere damit ein privates Orakel, das Feeds von mehreren glaubwürdigen Finanzmarktressourcen beziehe, wie das Unternehmen auf seiner Websiete sagt. Außerdem heißt es dort, dass sie derzeit nach Optionen für dezentrale Orakel suchen würden.

Anfang des Jahres vergab die große US-Kryptobörse und Wallet Coinbase eine Belohnung in Höhe von 30.000 US-Dollar für die Meldung eines kritischen Bugs in ihrem System.