Telegram sammelt 690 Mio. Euro in der zweiten ICO-Runde

Pavel und Nikolai Durov gaben an, dass sie in der zweiten Runde ihres Initial Coin Offering (ICO) 690 Mio. gesammelt haben. Das geht aus einer unterschriebenen Meldung bei der US-Wertpapier- und Börsenkommission hervor.

Das ICO wollte Anlegerkapital beschaffen, um die Telegram Messenger-App und die eigene Blockchain-Plattform Telegraph Open Network weiter zu entwickeln. Das Dokument gibt die Identität der Investoren zwar nicht bekannt, aber es nahmen 94 verschiedene Organisationen an dem ICO teil, der am 14. März begann. In dem Feld, in dem vom Antragsteller angegeben wird, welche Art von Wertpapieren angeboten wird, heißt es in dem Dokument "Kaufverträge für Kryptowährung".

Der ICO wurde auf Grundlage der Staatlichen Freistellungsverordnung 506(c) gestartet. Diese besagt, dass "ein Unternehmen das Angebot weitgehend anbieten und allgemein bewerben kann und dabei trotzdem den Anforderungen der Ausnahmeregelung entspricht", solange bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Erstens müssen alle Anleger in dem Angebot akkreditiert sein und zweitens muss der Ausgeber angemessene Maßnahmen ergreifen, um diese Akkreditierung zu überprüfen.

Die erste Runde des ICO fand vom 29. Januar bis 13. Februar statt und schaffte es, von 81 Investoren 690 Mio. Euro zu sammeln.

Laut der Nachrichtenagentur Wedomosti war einer der Investoren in der ersten Runde des ICO der russische Milliardär Roman Abramowitsch. Personen, die mit der Angelegenheit vertraut waren, sagten gegenüber Wedomosti, dass Abramowitsch 243 Mio. Euro investiert habe. Jon Mann, Abramowitschs Sprecher, äußerte sich nicht zu der Frage, ob Abramowitsch daran teilgenommen habe. Er dementierte aber die Behauptung einer Investition von 243 Mio. Euro. Zwei Investoren haben ihre Unterstützung und Investition in den ICO öffentlich bekannt gegeben; Der Gründer des Zahlungsdienstleisters Qiwi Sergei Solonin und Gründer von Wimm-Bill-Dann David Yakobashvili.

Die derzeitige Regulierung von ICOs durch die SEC basiert auf Gesetzen aus den 30er Jahren. Ein Experte sagte gegenüber Cointelegraph, dass die Behörden die 80 Jahre alte Regelung ändern müssten, damit ICOs effizient arbeiten können.

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