Berliner Blockchain-Startup bekommt Kapitalspritze von sechs Millionen Euro

Das Berliner Startup Xain, welches eine Art Blockchain-Betriebssystem für Autos entwickeln will, hat über eine Seed-Runde sechs Millionen Euro an Wagniskapital eingenommen, so Ngin-Mobility am 5. Juni in einem Artikel.

Als Hauptinvestor konnte der renommierte deutsche Wagniskapitalgeber Earlybird gewonnen werden, welcher bereits erfolgreich in Unternehmen wie Interhyp, Tipp24 und das von Microsoft übernommene Startup 6Wunderkinder investiert hat. Earlybird-Gesellschafter Christian Nagel wird Xain als Mitglied des Aufsichtsrats mit begleiten. Neben Earlybird beteiligten sich an der Seed-Runde vor allem Business Angels aus Asien.

Xain arbeitet bereits mit dem Sportwagenhersteller Porsche zusammen, mit dem bereits ein Testprojekt für Blockchain-basierte Entsperrfunktionen für Autos durchgeführt wurde. Mit der von Xain entwickelten Technik lässt sich der Prozess des Öffnens und Abschließens des Autos per App unter Einsatz von Blockchain-Features um bis zu sechsmal beschleunigen. Möglich wird das dadurch, dass der Wagen als Teil einer Blockchain direkt mit der App über eine verschlüsselte Verbindung kommunizieren kann und der Umweg über das Internet entfällt.

“Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass XAIN in einer von Earlybird Venture Capital geleiteten Seed-Runde neben strategischen Co-Investoren aus Asien 6 Millionen Euro eingesammelt hat und wir werden mit Earlybird & unseren Co-Investoren die nächsten Schritte in Angriff nehmen. @EarlybirdVC”

Xain will laut Ngin-Mobility seine Aktivitäten bis Ende 2018 ausweiten und dafür etwa zehn zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Vor allem weitere Softwareentwickler sollen dabei helfen, das Produkt vollständig zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Neben Porsche zeigen auch andere Autobauer Interesse an Blockchain-Technologie. Wie Anfang Mai bekannt wurde, hat BMW zusammen mit dem Krypto-Startup DOVU einen Pilottest für ein Blockchain-basiertes Belohnungssystem für umsichtiges Fahren durchgeführt. Audi gab im März bekannt, Blockchain-Technologie zur Abwicklung von physischen und finanziellen Distributionsprozessen zu testen.