Bug-Bounty-Programm bei Facebooks Libra nun für Öffentlichkeit zugänglich

Die Libra Association hat ihr Bug-Bounty-Programm für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, um Sicherheitsbedenken im Vorfeld des Starts von Libra auszuräumen, der 2020 auf den Markt kommen soll.

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Die Ankündigung erfolgte über einen Post auf der Webseite von Libra am 27. August. Im Beitrag wurde betont, dass die Erweiterung des Programms Werte fördern würde, die für die Libra Association von entscheidender Bedeutung sind. Darunter fallen Werte wie "Offenheit, Transparenz und globaler Zugang" . Das würde die Probleme bis zur Ausgabe minimieren.

Der Verband schrieb, er erwarte, dass das Bug-Bounty-Programm für die Öffentlichkeit "viel mehr Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen" dazu ermutigen würde, die Sicherheit von Libras Blockchain zu testen. 

Sicherheit geht vor

In einem weiteren Blog-Post vom 27. August auf der Libra-Webseite von Michael Engle, dem Leiter des Entwickler-Ökosystems der Libra Association, hieß es, dass Teilnehmer bis zu 10.000 US-Dollar verdienen können, wenn sie kritische Sicherheitsprobleme aufdecken. Engle erklärte dazu weiter: 

"Wir wollen unseren Forschern dabei helfen, Probleme zu identifizieren, solange sich die Libra Blockchain noch in der Testphase befindet und kein echtes Geld im Umlauf ist." 

Abschließend hat Engle in dem desselben Blog-Post nochmals die Aussagen des Leiters von Facebooks Calibra David Marcus bekräftigt. Dieser sagte vor dem Kongress, dass man sich Zeit nehmen wolle, diese Sache richtig zu machen .

Regulatorische Schwierigkeiten

Libras offizielle Ankündigung des Bug-Bounty-Programms erwähnt Facebook interessanterweise überhaupt nicht. Der Social-Media-Riese wird von vielen als Leiter der Libra Association angesehen. Die Beteiligung von Facebook an der Libra Association ist ein wichtiger Aspekt für die Regulierungsbehörden. Ein US-Kongressabgeordneter hat den Libra herablassend als als "Zuck Buck" bezeichnet, was soviel bedeutet wie "Zuckerberg'sches Geld".

Als teilweise Reaktion auf solche Bedenken versicherte David Marcus der Öffentlichkeit: "Facebook wird ab dem Start nur eines von über hundert Mitgliedern der Libra Association sein." 

Es gab im Vorfeld des Starts von Libras Facebook einige Regulierungs- und Sicherheitsbedenken. Heute früh berichtete Cointelegraph, dass Facebook eine neue PR-Firma aus Washington D.C. angeheuert hat, die sich auf die Einhaltung von Regulierungen spezialisiert hat.