Zwei große spanische Institutionen kooperieren bei Erforschung von Blockchain im Urheberrecht

Die spanischen Verwertungsgesellschaft der Verlage (SGAE) und die Madrider Schule für Telekommunikations-Ingenieurwesen (ETSIT-UPM) kündigten am 26. Juli eine gemeinsame Forschungskooperation zur Anwendung von Blockchain bei der Verwaltung von Urheberrechten an.

Berichten zufolge haben die beiden Institutionen eine einjährige Vereinbarung getroffen, um gemeinsame Forschungsanstrengungen zum Bau einer digitalen Verarbeitungsplattform für Urheberrechte zu unternehmen. Dabei sollen Blockchain, Big Data, Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz (K.I.) verbunden werden. José Miguel Fernández Sastrón, Präsident der SGAE, beschreibt die Partnerschaft wie folgt:

„Die Hauptfelder, auf die wir unsere Forschung ausrichten werden, sind disruptive Technologien, um damit dem Volumen, der Vielfältigkeit und Dynamik der ständig wechselnden Nutzungsarten von Inhalten im digitalen Zeitalter entgegenzutreten.“

Die Plattform soll ermöglichen, diese Technologien nutzbar zu machen, um damit besonders die Autorenrechte für Musik und audiovisuelle Inhalte im Internet zu schützen.

Die Vereinbarung wurde über die Rogelio Segovia Stiftung zur Entwicklung von Telekommunikation (Fundetel) abgewickelt und führte zur Bildung eines neuen SGAE – ETSIT-UPM Arms, der die gemeinsame Kooperation verwalten soll.

Wie Cointelegraph in dieser Woche berichtet hatte, hat die Regierung der autonomen spanischen Region Katalonien kürzlich eigene Pläne zur Implementierung von Blockchain in „allen Bereichen“ der behördlichen Administration bis Dezember 2018 vorgestellt.

Die in Spanien ansässige Banco Santander hat diesen Monat den Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe mitgeteilt, um damit das Potenzial der Technologie im Bezug auf Innovationen beim Handel von Wertpapieren auszuwerten.