TZERO CEO schickt wegen Patrick Byrnes Rücktritt Brief an Investoren

Der CEO von Overstocks Blockchain-Tochter tZERO, Saum Noursalehi, hat ein Update zu den Fortschritten von tZERO veröffentlicht und sich mit dem Rücktritt von Overstocks CEO Patrick Byrne befasst.

In einem am 6. September veröffentlichten Brief an die Anleger ging Noursalehi auf Byrnes Rücktritt als CEO des amerikanischen E-Commerce-Riesen Overstock.com ein. Noursalehi versicherte, dass der Abgang von Byrne keinen Einfluss auf den täglichen Betrieb von tZERO und die Umsetzung der strategischen Zukunftspläne des Unternehmens haben wird.

Byrne trat Ende August als CEO von Overstock zurück. In seinem Rücktrittsschreiben bekräftigte Byrne seinen Glauben, dass "die Blockchain-Revolution wichtige soziale Institutionen umgestalten wird".

Fortschritt und Prioritäten

Noursalehi konzentrierte sich weiter auf die Fortschritte, die tZERO in den letzten Monaten gemacht hat. Er wies auf die Einführung von tZERO Crypto auf Android hin, kündigte die digitale Vorzugsdividende OSTKO an und erhielt ein Patent, mit dem traditionelle Handelssysteme in öffentlichen Blockchains verankert werden können. Laut dem Schreiben hat tZERO außerdem acht weitere Technologiepatente angemeldet.

In Bezug auf die aktuellen Prioritäten von tZERO skizzierte Noursalehi vier Ziele, wie die Verbesserung der Liquidität des PRO Securities ATS-Systems, die Verbesserung und Skalierung seiner Wertpapierleihlösung, die Einbindung von Qualitätsemittenten und die Einführung eines regulierten nationalen Wertpapier-Token-Börse mit BOX Digital Markets.

Fehlen von Klarheit

Nur vier Tage nach Byrnes Rücktritt gab der vorläufige CEO von Overstock, Jonathan Johnson, bekannt, dass die singapurische Private-Equity-Firma Makara Capital der Firma mitteilte, dass sie "im Moment nicht in tZERO investieren wird". Makaras Rückzug von der Investition in tZERO schien nicht überraschend, da die Firma die Investition bereits mehrmals verschoben und reduziert hatte.

In seinem Brief wiederholte Noursalehi auch Johnsons Aussage, dass Byrnes Ausstieg aus Overstock nichts mit den angeblich laufenden Ermittlungen der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC zu tun habe. Die SEC-Untersuchung wurde erstmals Mitte Dezember 2017 von tZERO aufgedeckt.