Britische Finanzmarktaufsicht sieht sich nicht für Bitcoin und Ether zuständig

Die britische Finanzmarktaufsicht FCA weist in ihrer neuen Richtlinie für Krypto-Vermögenswerte eine Beaufsichtigung von Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) zurück.

Am heutigen 31. Juli hat die FCA ein offizielles Dokument unter dem Namen „PS19/22: Richtlinie für Kryto-Vermögenswerte“ vorgelegt, in dem die Behörde ihre zukünftige Handhabung von Kryptowährungen regelt. Das Dokument war schon im Januar 2019 in einer vorläufigen Version herausgegeben worden und soll in Großbritannien für eine verbesserte rechtliche Klarheit hinsichtlich der Kryptobranche sorgen.

Die FCA bezeichnet Kryptowährungen nach dem Konzept von Bitcoin und Ether darin als „Zahlungs-Tokens“, deren primäre Funktion es sei „als Zahlungsmittel zu dienen“. Gleichsam wären solche Tokens dezentral konzipiert und würden dementsprechenden keiner zentralen Organisation (wie zum Beispiel einem Unternehmen) angehören. Daraus schlussfolgert die Behörde, dass sie für die Beaufsichtigung dieser Art von Kryptowährungen nicht zuständig ist.

Wertpapier-Tokens und E-Geld fallen in Zuständigkeitsbereich

Allerdings definiert die FCA in besagtem Dokument noch zwei weitere Formen der Kryptowährungen, die jeweils als „Nutzugs-Tokens“ und „Wertpapier-Tokens“ bezeichnet werden. In bestimmten Fällen würden diese wiederum in den Zuständigkeitsbereich der Behörde fallen.

Da „Wertpapier-Tokens” mehr oder weniger eine digitale Repräsentation eines Wertpapiers sind, mit denen die üblichen Rechte und Pflichten von Wertpapierbesitzern einhergehen, fallen diese, genau wie Aktien und ähnliche Finanzprodukte, unter die Beaufsichtigung der FCA. Die „Nutzungs-Tokens“ unterstehen hingegen nur der Beaufsichtigung der Behörde, wenn sie im jeweiligen Fall als Elektronisches Geld klassifiziert werden können.

In diesem Zusammenhang weist die FCA auch darauf hin, dass Stablecoins ggf. auch in die Zuständigkeit der Behörde fallen, allerdings nur, wenn sie entweder den Definitionen von E-Geld oder Wertpapier-Tokens entsprechen.

 Anfang des Monats hatte Cointelegraph berichtet, dass die FCA scheinbar ein Verbot für den Handel von Krypto-Derivaten (wie zum Beispiel Bitcoin-Futures) plant.